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Air Berlin verkauft ihre NIKI-Anteile an Etihad Airways

Air Berlin hat den Verkauf der an NIKI gehaltenen Anteile an Etihad bekanntgegeben. Die Transaktionssumme beträgt 300 Millionen Euro. Die Trennung vom Touristikgeschäft ab dem Sommer 2017 soll Air Berlin neues Wachstum auf der Langstrecke ermöglichen und saisonbedingte Schwankungen reduzieren.

Die Transaktion beinhaltet auch die Beendigung der Wet-Lease-Vereinbarung von Air Berlin über 14 Flugzeuge von TUIfly und steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. „Etihad wird dadurch kein Mehrheitseigentümer und auch keine tatsächliche Kontrolle über NIKI erlangen“, betont Stefan Pichler, CEO von Air Berlin, in einer Aussendung.

Wie bereits berichtet, soll durch die Fusion von NIKI und TUIfly ein neuer Ferienflieger mit dem Projektnamen „Blue Sky“ entstehen. Jene österreichische Stiftung, die derzeit Mehrheitseigentümerin von NIKI ist, wird 51 Prozent an dem neuen Unternehmen halten, Etihad Airways 25 Prozent und TUI 24 Prozent.

Zum Start wird „Blue Sky“ über insgesamt 62 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge verfügen. 21 kommen dabei von NIKI. Auch jene 14 Maschinen, die derzeit von TUIfly im Wetlease an Air Berlin vermietet sind, kehren in die Flotte zurück. Vorerst sollen die Flugbetriebe von TUIfly und NIKI zwar getrennt bleiben, die Verwaltung wird aber wahrscheinlich in Hannover konzentriert.

Touristische Destinationen gehen an NIKI

Air Berlin wird nun ihr europäisches Netzwerk anpassen, um sich verstärkt auf ein ganzjähriges Geschäftsreiseangebot in Deutschland, Italien, Skandinavien und Osteuropa zu konzentrieren. Mit Beginn des Sommerflugplans 2017 sollen Fluglinie daher die Slots für bestimmte touristische Mittelstrecken-Destinationen in Südeuropa (ausgenommen Italien, aber einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira), Nordafrika und der Türkei an NIKI übertragen werden.

Das Langstreckengeschäft inklusive der aktuell acht Destinationen in den USA, der Ziele in der Karibik sowie Abu Dhabi als Drehkreuz des Airline-Partners Etihad Airways bleiben weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Netzwerks von Air Berlin. Der aktuelle Flugplan behält seine Gültigkeit. Sollten NIKI Flüge übernehmen, will Air Berlin ihre Passagiere rechtzeitig informieren.

„Mit dieser Transaktion vereinfachen wir unser Geschäftsmodell, machen uns unabhängiger von saisonalen Flugzielen und verbessern unsere finanzielle Situation“, erklärt Stefan Pichler: „Schritt für Schritt entwickelt sich Air Berlin zu einem Netzwerk-Carrier mit Fokus auf innerdeutschen und europäischen Verkehr mit Anschluss an unsere Drehkreuze für die Langstrecke in Berlin und Düsseldorf.“ (red)





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