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Sharing Economy: Travel Manager bleiben skeptisch

FCm Travel Solutions Deutschland hat seine zweite „Marktanalyse Hotel“ herausgebracht. Neben den aktuellen Entwicklungen wurde dabei ein besonderer Fokus auf Mobile Services, Sharing Economy und Online-Buchungen gelegt.

Die wichtigste Erkenntnis der Analyse: Trotz der Erfolgsgeschichte von Flinkster, Uber und Airbnb stellt der Geschäftsreiseanbieter noch eine verhaltene Nachfrage der Travel Manager beim Thema Sharing Economy fest. „Ungeachtet der persönlichen Bedürfnisse der Reisenden sind viele Angebote nicht auf die Realität im Business Travel-Bereich abgestimmt. Oftmals ändern sich Reisepläne, sodass gebuchte Leistungen kurzfristig storniert werden müssen. Flexibilität ist ein wichtiger Faktor, den die Anbieter bei ihren Stornofristen derzeit nicht immer bieten“, erklärt Mark Tantz, Geschäftsführer von FCm Travel Solutions Deutschland.

Auch die Sicherheit der persönlichen Daten sei bei offenen Buchungsplattformen nicht immer ausreichend gewährleistet. Zudem würden fehlende Reporting- und Verhandlungsmöglichkeiten die Integration der Sharing-Angebote in die Reiserichtlinien erschweren, so Tantz: „Die mangelnde Dokumentation des Aufenthaltsorts der Reisenden bei der Buchung kann dazu führen, dass Unternehmen im Krisenfall die Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern nicht wahrnehmen können. Ein Aspekt, der aus Rechtssicht nicht ganz unkritisch ist“.

Verstärkte Nachfrage bei mobilen Lösungen 

Online- und Mobile-Leistungen werden hingegen stärker nachgefragt: 2014 wurden 52% der Hotelbuchungen bei FCm Travel Solutions online getätigt. „Die Unternehmen halten ihre Mitarbeiter häufig an, unkomplizierte und weniger zeitaufwändige Buchungen über das Online Booking Tool der Travel Management Company vorzunehmen, während bei komplexeren Reisen die persönliche Beratung durch die Experten genutzt wird“, berichtet Mark Tantz: „Mobile Services wie die Reisedatenverwaltung, Push-Funktionen bei Änderungen im Reiseplan, papierloses Boarding oder die Lokalisierung im Krisenfall wurden ebenfalls vermehrt genutzt.“

Insgesamt zeigt sich auch in der aktuellen Analyse wieder, dass sich die Wirtschaftsdaten in der Entwicklung des Hotelmarkts widerspiegeln: Zum ersten Mal seit 2009 nahm die Hotel-Aufenthaltsdauer leicht zu – von 1,86 Nächten im Jahr 2013 auf 1,88 Nächte im Jahr 2014. Das dürfte sich vor allem auf die gelockerten Sparvorgaben der Unternehmen zurückführen lassen. Die Vielzahl an Hoteleröffnungen wirkte sich zudem im Jahr 2014 positiv auf die Kosten bei den Hotelübernachtungen aus, denn das große Angebot führte partiell zu günstigeren Zimmerraten. Auch die Budget-Hotellerie konnte sich in Deutschland weiter etablieren.

FCm rechnet mit steigenden Hotelausgaben im Jahr 2016

Gleichzeitig verzeichnete FCm Travel Solutions im Vergleich zu 2013 unverändert hohe Hotelausgaben, was auf ein geändertes Buchungsverhalten hin zu höheren Hotelkategorien und somit teureren Raten zurückzuführen ist. Die Wahl der Hotelkategorie hing allerdings weiterhin stark vom Reiseziel ab: In Deutschland entfiel mehr als ein Drittel der Buchungen auf das Zwei- und Drei-Sterne-Bereich, international spielten hingegen die Fünf-Sterne-Häuser eine bedeutendere Rolle.

„Travel Manager müssen 2016 voraussichtlich mit steigenden Hotelausgaben rechnen“, prognostiziert Mark Tantz. „Die positive Wirtschaftsentwicklung fördert die Nachfrage, während die Angebote seitens der Hoteliers nur bedingt ausgebaut werden. Das führt zu Preiserhöhungen.“ Vor allem für Europa, die USA und Lateinamerika geht FCm Travel Solutions von Teuerungsraten von 3 bis 5 Prozent aus.

Die Basis der „Marktanalyse Hotel“ bilden anonymisierte Kundenreisedaten von FCm Travel Solutions Deutschland für den Reisezeitraum 2007 bis 2014. Weiters wurden Daten von Hotelgesellschaften, Informationen der Tagespresse und Fachzeitschriften sowie Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes, des DEHOGA und des VDR genutzt. Den Kunden von FCm Travel Solutions steht die Studie, die auch einen Ausblick auf den Hotelmarkt 2016 enthält, kostenlos zur Verfügung. (red)





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