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Booking.com ändert Best-Preis-Klausel in Europa

Das Online-Portal Booking.com will mit 1. Juli 2015 seine Paritätsvereinbarungen mit allen europäischen Hotelpartnern anpassen. Es handelt sich dabei um einen Kompromiss mit den Kartellbehörden, der allerdings in Österreich und Deutschland heftig kritisiert wird.

Bereits im Mai hatte Booking.com erklärt, die mit den Wettbewerbsbehörden in Frankreich, Italien und Schweden vereinbarten Verpflichtungen in ganz Europa umzusetzen zu wollen.

Dementsprechend wird das Unternehmen in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Verträge die bislang von den Hotelpartnern verlangte Preis-, Verfügbarkeits- und Konditionenparität aufgeben. Das heißt: Den Hotels ist es künftig möglich, ihre Zimmerpreise und sonstigen Konditionen – wie zum Beispiel kostenlose Stornierungen, WLAN oder Frühstück – selbst festzulegen.

Keine Freiheit auf der eigenen Website

Allerdings gilt diese Freiheit nur gegenüber anderen Online-Hotelbuchungsportalen: Auf ihrer eigenen Website müssen die Hotels gemäß den Verträgen auch weiterhin die gleichen Tarife und Buchungsbedingungen anbieten wie auf Booking.com – und genau das stört die Hotelverbände in Österreich und Deutschland schon seit Jahren.

Booking.com will jedenfalls im Zuge der Umsetzung der neuen Paritätsregelungen seine Bestpreisgarantie aufrechterhalten. Das bedeutet, dass das Online-Portal mit jedem niedrigeren Preis, der auf einer anderen Buchungswebsite gefunden wird, gleichzieht.

Kommt Verbot der Best-Preis-Klauseln?

Gillian Tans, Präsident von Booking.com, argumentiert, dass man sich nur so auch weiterhin als „kosteneffizienter Online-Vertriebskanal positionieren“ könne, der es „den Hoteliers ermöglicht, weltweit Kunden anzusprechen und damit ihre Auslastung und Wirtschaftlichkeit zu steigern“. Zudem würden auch die Verbraucher von der „erhöhten Preistransparenz“ profitieren.

Frankreich hat allerdings in der Zwischenzeit per Gesetz als erstes europäisches Land Best-Preis-Klauseln im Online-Vertrieb generell verboten – eine Lösung, die sich die Hotelverbände auch in vielen anderen Ländern wünschen würden. Das alles erwähnt Booking.com in seiner Aussendung aber mit keinem Wort. (red)





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