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ARCOTEL Hotels kritisieren Steuererhöhung

Am Freitag wurde Realität, was zuvor niemand wahrhaben wollte: Österreichs Regierung einigte sich im Rahmen der Steuerreform auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer bei Hotelnächtigungen von 10% auf 13%.

„Diese Entscheidung hat folgenschwere Konsequenzen für die Arbeitsplätze und die Wettbewerbsposition der österreichischen Hotellerie, die damit noch weiter in die Kostenfalle gerät. Statt Investitionsanreize im Tourismus zu setzen, gibt der Staat neuen Anlass zum eisernen Sparen“, ärgert sich Martin Lachout, Vorstand der ARCOTEL Hotel AG.

Als familiengeführtes Unternehmen müsse man ernüchternd feststellen, dass die Interessensvertreter der Hotelbetriebe den politischen Entscheidern nicht klar machen konnten, welche Auswirkungen diese Steuerlast habe, so Lachout: „Dabei stellt und diese Steuerreform vor eine schwierige Wahl. Wir müssen in einem vom Wettbewerb getriebenen Umfeld eine Preiserhöhung durchsetzen oder einige Arbeitsplätze in Frage stellen.“

Da die Steuererhöhung ab 2016 in Kraft tritt, blieben noch einige Monate Zeit, die Nächtigungspreise zu erhöhen, meint Lachout. Klar sei hingegen schon jetzt, dass die ARCOTEL Hotels ohne Gegenmaßnahmen im nächsten Jahr einen Realverlust in Kauf nehmen müssten.

Wettbewerbsnachteil gegenüber den Nachbarländern

„Der österreichische Tourismus trägt als Wirtschaftszweig ganz wesentlich zum Erfolg des Landes bei“, betont der ARCOTEL-Vorstand: „Die Politik bedankt sich nun mit einer saftigen Steuererhöhung, die einen deutlichen Einschnitt der Wettbewerbsposition darstellt – insbesondere im Vergleich mit unseren Nachbarländern“. Denn in der Schweiz liegt der Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen bei nur 3,8%, in Deutschland bei 7%, in Slowenien bei 9% und in Italien bei 10%.

Auch die geplante KESt-Erhöhung und die Erhöhung der Grunderwerbssteuer betreffen die Hotellerie, vor allem aber gilt dies für die Verlängerung der Abschreibung für Abnutzung von 30 auf 40 Jahre. Das bringe dem Staat wenig, verschlechtere aber die Wettbewerbsposition des Tourismus weiter, argumentieren Experten, die sich stattdessen eine Halbierung der schon jetzt zu langen Abschreibungsdauer gewünscht hätten. (red)





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Foto: Lex Karelly / Christoph Strasser

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