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Chefs tun sich mit Reise-Apps noch schwer

31% der Geschäftsreisenden nutzen Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet zur Planung, Informationssuche oder Durchführung von Reisen. Chefs sind bei den neuen technischen Möglichkeiten allerdings zurückhaltender.

Nur 22% von ihnen outen sich als App-Nutzer auf Geschäftsreisen – und 9% der Geschäftsführer und Vorstände reisen sogar nach wie vor komplett ohne mobiles Gerät. Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2015“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Vier von fünf Befragten bekommen demnach für Geschäftsreisen ein Smartphone von ihrem Arbeitgeber gestellt. Von allen reisenden Führungs- und Fachkräften kommen derzeit noch 7% Prozent unterwegs ganz ohne Mobilgerät aus.

Viele, die eines dabei haben, beschränken sich allerdings nach wie vor auf herkömmliche Funktionen wie Telefonieren und Kurznachrichten: Die knappe Mehrheit von 52% gibt an, dass sie noch keinerlei Apps für Smartphone oder Tablet auf Geschäftsreisen nutzt. Dabei gibt es bereits eine Reihe von Anwendungen, die beispielsweise aktuelle Informationen zu Unterkünften oder Verkehrsverbindungen liefern und damit die Planung und Durchführung von Geschäftsreisen erleichtern.

Das Alter spielt derzeit noch eine große Rolle

„Noch sind die App-Nutzer in der Minderheit, doch das wird sich schnell ändern“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV: „Für die nachrückende Generation ist der Umgang mit Smartphone und Tablet-PCs eine Selbstverständlichkeit. Sie verlangen nach entsprechenden Lösungen, die Geschäftsreisen bequemer machen.“

Dass das Alter bei der Affinität zu modernen Informationstechnologien eine Rolle spielt, belegt auch die Studie: Nur 25% der Befragten, die über 40 Jahre alt sind, nutzen Smartphone-Anwendungen. Bei den jüngeren Reisenden sind es hingegen bereits 38%. Innerhalb der Gruppe, die bereits Apps verwenden, nutzen drei Viertel die App eines Geschäftsreisebüros.

Unternehmen brauchen Richtlinien zur App-Nutzung

Während mobile Anwendungen auf dem Vormarsch sind, müssen sich die Arbeitgeber aber auch die Risiken vergegenwärtigen: Wenn Mitarbeiter beliebige Software auf ihre Mobilgeräte laden, auf denen auch sensible Informationen zum Unternehmen gespeichert sind, stellt dies eine Bedrohung für die Datensicherheit dar. Denn manche Apps spionieren heimlich Daten aus und geben sie an Unbefugte weiter.

„Die Unternehmen brauchen verbindliche Reiserichtlinien, darin müssen sie auch klare Vorgaben zur Nutzung von Smartphone-Anwendungen machen“, rät Stefan Vorndran. Professionelle Geschäftsreisebüros empfehlen Apps, die nicht nur wertvolle Hinweise liefern, sondern auch sicher sind. Viele bieten auch eigene mobile Anwendungen an, die Informationen für reisende Mitarbeiter bündeln. Bei der Erstellung entsprechender Reiserichtlinien stehen die Experten den Unternehmen zudem beratend zur Seite. (red)





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