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Austrian denkt über Gepäckgebühren nach

Austrian Airlines überlegt die Einführung von Gepäckgebühren, wie sie bei Billigfliegern üblich sind. Damit will man auf die wachsende Konkurrenz durch die Low-Cost-Airlines reagieren.

Eine Entscheidung soll bereits in den kommenden Wochen fallen. Die Umsetzung könnte dann im nächsten Jahr folgen, verriet CEO Jaan Albrecht bei einem Pressegespräch in Wien. Er könne sich jedenfalls vorstellen, dass künftig „bei Kunden, die nur von A nach B fliegen wollen“, das Gepäckstück nicht im Flugpreis inbegriffen sei.

Damit könnte Austrian vor allem bei den Online-Portalen und Preissuchmaschinen punkten, bei denen meist der Ticket-Preis über die Wahl der Airline entscheidet. Laut Albrecht gebe es inzwischen vor allem innerhalb Europas „genügend Kunden, die nur mit Laptop und ohne Koffer reisen“, wozu sie nicht zuletzt durch die Billigflieger „erzogen“ würden.

Bereits im Sommer hatte Austrian ein neues Tarif-Konzept für 2015 angekündigt, bei dem man Geld für verschiedene Extras verlangen will. Statt der derzeitigen Trennung zwischen Business und Economy Class sollen die Kunden künftig die Leistungen, die sie wirklich wollen, einzeln wählen – wie zum Beispiel Gepäck, Essen, Wunschsitz, freier Nebensitz, mehr Beinfreiheit, Zutritt zur Lounge oder Umbuchungsmöglichkeit.

Experten schätzen, dass die Airlines weltweit im Jahr 2014 bereits rund 50 Milliarden US-Dollar mit Zusatzleistungen verdienen werden, während es 2010 noch 23 Milliarden waren. Davon entfallen 30 Prozent auf die großen US-amerikanischen Airlines und 35 Prozent auf die restlichen „klassischen“ Fluglinien weltweit, aber nur 15 Prozent auf Low-Cost-Carrier. (red)





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