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Alitalia-Chef hofft auf Übernahme der Airline durch Air France

Alitalia-Chef Andrea Ragnetti glaubt, dass die krisengeschüttelte italienische Airline ihre Unabhängigkeit verlieren wird.

"Ich glaube nicht, dass Alitalia eine unabhängige Zukunft haben wird. Wir hätten große Vorteile, wenn wir einer größeren Gruppe angehören würden", erklärte Ragnetti im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Alitalia habe die Auswirkungen der Rezession auf dem Heimmarkt Italien stark zu spüren bekommen. Trotzdem sei sie "saniert und gut verwaltet. Sie ist fünf Mal mehr wert als 2008", sagte Ragnetti. 

Italien bangt um die Zukunft des Ex-Monopolisten, der seit der Vollprivatisierung vor vier Jahren Verluste von 700 Mio. Euro angesammelt hat. Allein im ersten Halbjahr verdoppelten sich die Verluste der Fluggesellschaft auf 201 Mio. Euro. Dabei hatte sich Alitalia das Ziel gesetzt, bis Ende 2012 die Gewinnschwelle zu überschreiten, die sie seit ihrer Privatisierung Ende 2008 noch nie erreicht hatte.

Einen Verkauf der Alitalia an dem Partner Air France-KLM wird nicht ausgeschlossen. Die Franzosen halten bereits eine Beteiligung von 25% an der Alitalia. Für diesen Anteil hatten die Franzosen 320 Mio. Euro ausgegeben. Mit 700 Mio. Euro könnten die Franzosen die komplette Alitalia schlucken, das wäre ein Viertel des Preises, den sie noch vor vier Jahren für die italienische Airline angeboten hatten, berichteten Experten.

Eine starke Belastung ist für Alitalia die Konkurrenz von Billigflieger Ryanair, der im Vorjahr zur stärksten Fluggesellschaft im Land aufgerückt ist. Auch die Hochgeschwindigkeitszüge machen Alitalia zu schaffen. Die italienischen Staatsbahnen konnten im ersten Halbjahr 2012 ihr Ergebnis auf 182 Mio. Euro verdoppeln. Der neue Superzug "Frecciarossa" flitzt mit einer Geschwindigkeit von über 300 km/h auf der Nord-Süd-Achse zwischen Turin und Neapel. (APA/red)





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