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Direct Connect - Flugbuchung vorbei am GDS

Mit Direct Connect startet Lufthansa einen weiteren Versuch, Vertriebskosten zu senken, indem die GDS zumindest teilweise ausgetrickst werden. Dabei soll eine direkte Anbindung von TMC, Reisebüro - oder auch großen Firmen - direkt an die Airline erfolgen.

Neue Aktualität erhält Direct Connect nun dadurch, dass Lufthansa nächstes Jahr einen Großteil der Kurzstrecken auf ihre Tochter Germanwings verlagern wird. Da Germanwings schon bisher die günstigsten Tarife nicht über GDS freigeschaltet hatte, steht nun die Befürchtung im Raum, dass Lufthansa diese Praxis übernehmen werde. Reisebüros und TMCs hätten ohne direkte Anbindung an die Fluglinie künftig keinen Zugriff auf die billigsten Preise und könnten somit auch keinen Full Content anbieten. Direct Connect würde wohl automatisch dazu führen, dass über die GDS weniger Umsatz gemacht und mögliche Incentives schrumpfen würden.

Der Vorteil für Direct Connect-Anwender wäre, dass mit der Airline direkt kommuniziert wird sowie eigene Kontingente und Konditionen ausgehandelt werden könnten. Was aber jetzt auch schon größtenteils der Fall ist.

Der Nachteil bei Direct Connect ist, dass über kurz oder lang eine Vielzahl von Anbindungen an die diversen Airline-Systeme erforderlich wäre. Was zu einer Ausgangssituation wie vor der Zeit der GDS führen würde. Darüber hinaus fehlt die Integration in Mid- und Backoffice-Systeme. (red)





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