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ÖHV: Kritik an Taxen im Burgenland

Der ÖHV gefällt die Anhebung der Ortstaxe im Burgenland von 90 Cent auf 1,50 EUR pro Gast und Nacht ganz und gar nicht.

In der Novelle zum Burgenländischen Tourismusgesetz ist eine Anhebung der Ortstaxe von 90 Cent auf 1,50 Euro pro Gast und Nächtigung vorgesehen. Damit soll das Marketingbudget abgesichert werden. Bei der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) stößt die Regelung auf Kritik: Eine einseitige Erhöhung der Kosten für die gemeinsamen Marketingaktivitäten sei für ihn unvorstellbar, erklärt der ÖHV-Landesvorsitzende Bert Jandl heute, Donnerstag, in einer Aussendung. Stattdessen tritt Jandl für ein "partnerschaftliches Modell" ein, das die Leistung und eine partnerschaftliche Finanzierung sicherstellen soll. "Die jetzige Erhöhung darf kein Freibrief für künftige Einsparungen auf dem Rücken der Tourismusbetriebe sein", erklärt Jandl, und weiter: "Wenn der Landtag die Hotellerie zur Kasse bittet, muss klar sein wofür." Die kolportierte Aufteilung der Mehreinnahmen, wonach 17% an die Gemeinden gehen sollen, sei nicht nachvollziehbar. Er fordert den Burgenländischen Landtag auf, auch die Marketingbeiträge von Land und Gemeinden zu erhöhen.

Für die Sanierung der Gemeindekassen sehe er in den Bilanzen der Betriebe ebenso wenig Spielraum wie für die Weitergabe der Mehrbelastung an den Gast: "Dafür ist der Wettbewerb zu hart. Aber auf nichts anderes läuft diese Erhöhung hinaus." Der ÖHV-Landesvorsitzende nannte Deutschland als Vorbild. Während in Österreich ständig Steuern erhöht und neue erfunden würden, gebe es im Nachbarland eine 7%-ige Mehrwertsteuer. Dadurch würden Preissenkungen, Nächtigungen und Investitionen forciert.

Im Burgenland wurden im Vorjahr mehr als 2,9 Mio. Nächtigungen gezählt. Die geplante Anhebung der Ortstaxe macht 60 Cent aus. Laut statistischen Angaben lag der Nächtigungsaufwand pro Übernachtung und Gast im Burgenland 2009 bei 43 Euro, hieß es aus dem Büro von Landesrätin Michaela Resetar. Die Ortstaxe werde von manchen Betrieben getrennt vom Preis ausgewiesen, andere hätten sie im Zimmerpreis inkludiert. (APA/red)





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