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SARS gefährdet China-Flüge aus Europa

Aufgrund der katastrophalen Berichterstattung über die Lungenkrankheit SARS in den Publikumsmedien zeigen sich nun extrem negative Auswirkungen auf das Buchungsverhalten im Leisure- und Geschäftsreisensektor.

Viele Reisende sagen ihre geplanten China- und Hongkong-Reisen zwar nicht ab, aber verschieben sie auf einen späteren Zeitpunkt. Zusätzlich haben einige Incoming-Touroperator aus China ihre österreichischen Veranstalter-Partner auf mögliche Transportschwierigkeiten bei ausländischen Reisegruppen aufmerksam gemacht, weil die chinesische Regierung das inländische Reiseaufkommen gering halten möchte. Nicht auszuschließen sind auch Quarantäne-Maßnahmen rund um die großen Populationsbereiche wie Peking, Shanghai und Kanton. Österreichs größter Asienveranstalter, Jumbo Touristik, wird deshalb bis Ende Juni keine neue Chinareisen auflegen oder durchführen, sämtliche anderen Asienreisen wie Thailand, Bali und auch die nach Australien bleiben jedoch uneingeschränkt aufrecht. Die AUA überlegt auf Grund rapide sinkender Nachfrage in den vergangenen Tagen die Zahl ihrer Pekingflüge vorübergehend einzuschränken. Bei weiterer Nachfrageschwäche könnte Peking sogar im Mai und Juni bis auf Null reduziert werden, worüber Anfang Mai entschieden wird. Lufthansa hat wegen der schwachen Buchungslage die Nonstopverbindungen ab München nach Hongkong und Shanghai vorübergehend eingestellt, die Rotationen ab Frankfurt nach Hongkong und Peking werden mit kleineren Maschinen bedient. Als Unterstützungsmaßnahme für die Fluglinien, die mit sinkender Auslastung kämpfen, haben inzwischen einige asiatische Flughäfen, darunter KLIA in Kuala Lumpur oder Changi in Singapur, ihre Landegebühren um bis zu 50% reduziert.