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Erste private Airline in China

Die erste private Fluggesellschaft Chinas nimmt im März ihren Betrieb aufnehmen. Der Jungfernflug von Okay Airways sei für den 5. März geplant, berichtete das staatliche Wirtschaftsblatt Economic Observer.

Voraussetzung ist jedoch eine noch ausstehende behördliche Regelung zur Zulassung von privaten Investitionen in der früheren Staatsbranche. Die Gesellschaft mit Sitz in Tianjin nahe der Hauptstadt Peking soll Frachttransporte und Passagiercharterflüge anbieten. Nach Angaben der Geschäftsführung soll die Flugzeugflotte zunächst aus drei geleasten Boeing 737 bestehen. Vor dem Start müsse aber die staatliche Regulierungsbehörde noch den gesetzlichen Rahmen abstecken. Ein Entwurf der Regelung sei bereits abgeschlossen, zitierte das Blatt. Damit würden private Kapitalgeber zu dem einst rein staatlichen Luftfahrtsektor Zugang erhalten, gleichzeitig solle aber die Dominanz der Staatsbetriebe gesichert werden. Den Medienberichten zufolge stehen bereits drei weitere private Fluglinien in den Startlöchern. Grund für die Liberalisierungstendenz ist der rasant wachsende Anstieg der Passagierzahlen, der von den Staatsunternehmen kaum noch bewältigt werden kann. Nach Angaben der chinesischen Behörde für zivile Luftfahrt wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr als 100 Millionen Flugpassagiere befördert. Gegenüber 2003 war das ein Plus von 38 Prozent.