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Neues Whitepaper aus Deutschland zeigt Potenziale von Blended Travel

Blended Travel ist längst mehr als die gelegentliche private Verlängerung einer Geschäftsreise. Das neue Whitepaper „Blended Travel – Impulse für Unternehmen und Anbieter im Geschäftsreisemarkt“ zeigt, wie sich die Kombination geschäftlicher und privater Reisen entwickelt, wo noch Herausforderungen warten und welche Schritte notwendig sind.

|  Foto: pixabay

Mehr als die Hälfte aller Auslandsgeschäftsreisen weltweit werden laut IPK International mit einem privaten Aufenthalt kombiniert. Unter den deutschen Geschäftsreisenden haben bereits zwei Drittel eine solche Bleisure-Reise unternommen, wie das Bayerische Zentrum für Tourismus (BZT) ermittelte. Sie verbrachten dabei durchschnittlich 3,1 private Nächte zusätzlich am Reiseziel und gaben für diesen privaten Reiseanteil rund 616 Euro aus.

Gleichzeitig bestehen Herausforderungen auf mehreren Ebenen: 77% der Anbieter sind laut „Bleisure & Workation Monitor Deutschland“ bislang nicht mit spezifischen Bleisure-Travel-Angeboten im Markt und nur 45% der Geschäftsreisenden geben an, dass ihr Unternehmen dazu klare Regeln etabliert hat. Herausgeber des Whitepaper sind das German Convention Bureau (GCB) und der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) im Rahmen ihrer gemeinsamen Initiative „blend_it!“.

Von der Nachfrage zur Umsetzung

Vor diesem Hintergrund führt das Whitepaper verschiedene Perspektiven zusammen: Neben aktuellen Forschungsergebnissen kommen Travel Management, Human Resources, Hotellerie, Destinationen und Mobilitätsanbieter zu Wort. Deutlich wird dabei: Unternehmen müssen private und dienstliche Reiseanteile klar voneinander abgrenzen, Verantwortlichkeiten definieren und die entsprechenden Regelungen in Buchungs- und Abrechnungsprozesse integrieren.

Auf Anbieterseite geht es darum, passende Leistungen sichtbar, flexibel buchbar und getrennt abrechenbar zu machen. VDR-Hauptgeschäftsführer Jens Schließmann ordnet ein: „Die Nachfrage nach Blended Travel ist da. Jetzt geht es darum, aus individuellen Einzellösungen verlässliche Strukturen zu machen. Unternehmen brauchen klare Regeln, eindeutige Verantwortlichkeiten und Prozesse, die geschäftliche und private Reiseanteile sauber voneinander trennen. Nur dann lässt sich die gewünschte Flexibilität mit Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit verbinden.“

Zusätzliche touristische Wertschöpfung

Auch für Destinationen und Anbieter eröffnet Blended Travel neue Möglichkeiten. Mehr als die Hälfte der in der BZT-Studie betrachteten Bleisure-Reisen steht im Zusammenhang mit Seminaren, Schulungen oder Kongressen. 61% der Bleisure-Reisenden verbringen auch ihren privaten Aufenthalt direkt am Ort der Geschäftsreise, weitere 36% in dessen näherer Umgebung. Damit kann die Geschäftsreise zum Ausgangspunkt für zusätzliche touristische Wertschöpfung und einen späteren privaten Besuch werden.

Für GCB-Geschäftsführer Matthias Schultze bestehen darin enorme Chancen für Tagungs- und Kongressdestinationen: „Für alle Stakeholder im Ökosystem von Business Events liegt hier relevantes Potenzial, das es zu heben gilt. Geschäftsreisende unterscheiden nicht zwischen den Zuständigkeiten einzelner Anbieter, sondern erleben die Destination als Ganzes. Entscheidend ist deshalb, bestehende Angebote entlang der gesamten Reise besser miteinander zu verknüpfen und zum richtigen Zeitpunkt sichtbar zu machen.“

Elf Handlungsfelder für Blended Travel

Eine zentrale Grundlage des Whitepapers sind die Ergebnisse des ersten Blended Travel Summits im Juli 2026 in Frankfurt am Main. Dort diskutierten rund 70 Fachleute aus Unternehmen, Tourismus, Mobilität, Wissenschaft und Technologie, welche Voraussetzungen für die weitere Entwicklung von Blended Travel notwendig sind. Daraus wurden elf Handlungsfelder in drei Bereichen abgeleitet.

Mit der Veröffentlichung des Whitepapers setzt „blend_it!“ die Arbeit des Summits fort. In den kommenden Monaten sollen weitere Studien folgen - unter anderem zum Reiseverhalten internationaler Geschäftsreisender aus wichtigen Quellmärkten nach Deutschland. Zudem sind praxisnahe Hilfestellungen für Unternehmen und weitere Webinare vorgesehen. Alle Informationen und das Whitepaper stehen gebündelt unter www.blended-travel-hub.de zur Verfügung.

Konkrete Lösungen für die Praxis

Mit der gemeinsamen Initiative „blend_it!“ verfolgen VDR und GCB das Ziel, modernes Reisen und Arbeiten aktiv mitzugestalten. Statt Entwicklungen lediglich zu beobachten, bringt die Initiative Unternehmen, Destinationen, Hotellerie, Wissenschaft und Technologieanbieter zusammen, schafft belastbare Daten und entwickelt konkrete Lösungen für die Praxis.

Der Blended Travel Hub ist die zentrale Plattform der Initiative. Dort finden Interessierte auch den Bleisure & Workation Monitor Deutschland, die Studie „Bleisure-Reisen deutscher Geschäftsreisender“, die das Bayerische Zentrum für Tourismus (BZT) gemeinsam mit der Initiative durchgeführt hat, sowie aktuelle Veranstaltungshinweise, Praxisimpulse und weitere Informationen rund um Blended Travel. (red)





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