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Booking und Expedia dominieren die OTA-Buchungen in Europa

Booking Holdings und die Expedia Group vereinen 85,4% der OTA-Buchungen in Europa. Gleichzeitig wird allerdings weiterhin mehr als die Hälfte der Hotelbuchungen direkt beim Hotel vorgenommen. Zu diesen Ergebnissen kommt die European Hotel Distribution Study 2026 von HOTREC.

|  Foto: Song_about_summer / shutterstock.com

Demnach entfielen 2025 europaweit 51,3% der Buchungen auf direkte Hotelkanäle – etwa die eigene Website, E-Mail, Telefon oder Buchungen vor Ort. Auf Online Travel Agencies (OTAs) und andere digitale Vermittlungswege wie GDS und soziale Medien entfielen 32,3%. Die OTAs allein kamen laut der Studie auf 29,9% der Hotelbuchungen. Der Anteil der Direktbuchungen ist damit seit 2013 von 57,6% auf 51,3% zurückgegangen.

Bei der Aufteilung der OTA-Buchungen kommt die HOTREC-Studie zu einem stark konzentrierten Marktbild: Booking Holdings vereinte 2025 nicht weniger als 68,8% der europäischen OTA-Buchungen auf sich, wobei booking.com allein 66,1% erreichte. Auf die Expedia Group entfielen weitere 16,6%. Damit kamen die beiden Unternehmensgruppen zusammen auf 85,4% des OTA-Volumens.

Preisunterbietung und Multi-Sourcing

Auch die Preisgestaltung der OTAs war Bestandteil der HOTREC-Erhebung. 51% der befragten Hotels gaben an, dass OTAs ihre Preise häufig oder gelegentlich unterbieten. 2023 lag dieser Anteil laut der damaligen Ausgabe der Studie noch bei 43%. Von den Hotels, die eine solche Preisunterbietung meldeten und die entsprechende Folgefrage beantworteten, gaben 80% an, dem niedrigeren Preis nicht zugestimmt zu haben.

44% der befragten Hotels berichteten von Multi-Sourcing durch OTAs. Gemeint ist damit, dass Preise oder Verfügbarkeiten über andere Plattformen oder Vermittler weitergegeben werden. Laut Studie kann dies unter anderem zu Preisabweichungen, falschen Informationen, Problemen bei der Abrechnung und einer geringeren Kontrolle über das eigene Zimmerangebot führen. Die vorherige HOTREC-Studie hatte bereits für 2023 berichtet, dass Multi-Sourcing rund die Hälfte der Hotels betraf.

Offline-Vertrieb bleibt weiter stabil

Bei den klassischen Vertriebswegen weist die HOTREC-Studie für Europa einen Anteil von 14,0% aus. Dazu zählen unter anderem Reiseveranstalter, Reisebüros und Großhändler. Für das Buchungsjahr 2023 kam die vorherige HOTREC-Studie ebenfalls auf rund 14%. Ein Rückgang lässt sich aus den beiden aktuellen Studien damit nicht ableiten. In Deutschland lag der Anteil 2025 laut Studie bei 5,4%. Gleichzeitig wurden dort 59,7% der Buchungen direkt beim Hotel vorgenommen, während OTAs 31,9% erreichten.

Für die European Hotel Distribution Study 2026 wurden zwischen Februar und Mai 2026 insgesamt 2.713 Hotels aus 28 Ländern befragt. Davon lieferten 1.882 Einzelhotels eigene Angaben, weitere 831 Hotelbetriebe waren über aggregierte Daten von Ketten vertreten. Die Studie wurde von Professor Roland Schegg von der HES-SO Valais-Wallis gemeinsam mit HOTREC und nationalen Hotelverbänden durchgeführt und ist die siebente Ausgabe der seit 2013 im Zweijahresrhythmus erscheinenden Untersuchung. (red) 





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