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European Forum Alpbach wird zum Praxistest für den Voice Concierge

Beim European Forum Alpbach steht in diesem Jahr ein Digitalprojekt der Tourismusregion Alpbachtal vor seinem bisher größten Test: Rund 550 Sprachassistenten liefern den internationalen Gästen erstmals Informationen aus dem Kongressprogramm direkt ins Hotelzimmer.

|  Alptachtal Voice Concierge (c) Alexa Grießenböck

|  European Forum Alpbach (c) Tirol lWerbung

„Alexa, was steht beim Forum heute auf dem Programm?“ Fragen wie diese können die Kongressgäste erstmals direkt in ihrer Unterkunft stellen. Während des 81. European Forum Alpbach von 24. August bis 4. September wird der Alpbachtal Voice Concierge damit unter besonderen Bedingungen erprobt.

Über zwölf Tage wechseln Seminare, Diskussionen und weitere Veranstaltungsformate. Wer teilnimmt, muss daher Termine, Beginnzeiten, Veranstaltungsorte und öffentliche Verkehrsverbindungen im Blick behalten. Genau diese Informationen sind nun erstmals in die Sprachassistenten des Alpbachtals eingebunden.

550 Sprachassistenten in 32 Unterkünften

Gestartet ist das Projekt im September 2025 in 24 Pilotbetrieben. Mittlerweile stehen rund 550 Geräte in 32 Unterkünften. Sie verstehen Deutsch und Englisch, die Antworten erscheinen zusätzlich auf dem Bildschirm. Zum Einsatz kommen Echo Show 8 Geräte mit speziellen Hotelfunktionen.

Die Sprachassistenten wurden inzwischen um den Alpbachtal Concierge erweitert. Dadurch greifen die Geräte nicht mehr nur auf Informationen des jeweiligen Hauses wie Frühstückszeiten oder WLAN-Passwort zu, sondern auch auf laufend aktualisierte Daten der gesamten Destination. Dazu zählen Veranstaltungen, Mobilität, Wetter und Ausflugsziele. So können die Gäste direkt im Zimmer deutlich mehr aktuelle Auskünfte abrufen.

Zwei Anfragen pro Zimmer und Tag

„Beim European Forum sehen wir sehr konkret, wie sich die Lösung bei hoher Auslastung bewährt und welche Fragen tatsächlich gestellt werden“, sagt Wolfgang Kostenzer, Geschäftsführer von Alpbachtal Tourismus: „Gerade bei einem so dichten Programm ist interessant, ob die Technik im Alltag einen zusätzlichen Nutzen bringt.“

Durchschnittlich werden zwei Anfragen pro Zimmer und Tag gestellt. Je nach Haus nutzen bis zu 76% der Gäste den Assistenten täglich. Die Zufriedenheit liegt bei 4,6 von 5 Punkten. Auch die Inhalte lassen Rückschlüsse auf den Bedarf zu: 11% der Fragen betreffen Informationen zur Region, 9% Einrichtungen im Haus und 8% das WLAN. Aktivitäten und Mobilität kommen jeweils auf 7%. Je 5% entfallen auf Rezeption, Öffnungszeiten und Frühstück. Daneben werden die Geräte für Musik, Quiz und Unterhaltung genutzt.

Auch Privatzimmervermieter sind dabei

Überrascht hat Bernhard Rieder, CEO des Technologiepartners Thoesch, vor allem die Bandbreite der teilnehmenden Gastgeber. „Wir sind am Anfang davon ausgegangen, dass wir vor allem die großen Häuser ausstatten. Mittlerweile nutzen aber auch viele kleine Privatzimmervermieter den Voice Concierge.“

Entsprechend unterschiedlich ist der Einsatz. Kleine Pensionen verwenden die Geräte etwa für den Brötchenservice oder als zusätzliche Auskunftsmöglichkeit, wenn niemand persönlich erreichbar ist. Größere Häuser kommunizieren darüber verstärkt eigene Leistungen. Alpbachtal Tourismus trägt dabei die Kosten für Software und Service, die Geräte schaffen die Betriebe selbst an. (red)





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