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Herber Verlust für den Flughafen Graz: Austrian streicht die Wien-Flüge

Die hohen Verluste von Austrian Airlines im ersten Halbjahr 2026 haben Folgen für das Streckennetz in Österreich: Die schon lange defizitäre Verbindung zwischen Wien und Graz wird ab dem Winterflugplan 2026/27 eingestellt.

|  Flughafen Graz (c) Mario Gimpel

Ein Minus von 93 Millionen Euro weist das adjusted EBIT der Airline für den Zeitraum von Jänner bis Juni aus – ein Rückgang um 50 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, wie CEO Annette Mann bei einem Pressegespräch mitteilte. „Wir sind aber auf einem guten Kurs, das abzufedern. Wir haben intern eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Schäden kurzfristig so gut wie möglich abzumildern, halten aber ausdrücklich an unseren langfristigen Investitionen fest“, so Mann.

Beispiele für diese internen Maßnahmen sind Anpassungen des Projektportfolios sowie verstärkte Effizienzsteigerungen im administrativen Bereich. Außerdem wird das Angebot im Winterflugplan angepasst und die defizitäre Verbindung zwischen Wien und Graz eingestellt. Wer weiterhin mit Austrian Airlines fliegen möchte, muss dann das AIRail-Angebot nutzen und mit dem Zug von Graz zum Flughafen Wien fahren.

Flüge nach Frankfurt, München und Zürich

Graz bleibe zudem sehr gut durch mehrmals tägliche Flugverbindungen – in Summe 46 pro Woche – zu den Drehkreuzen in Frankfurt, München und Zürich an das Streckennetz der Lufthansa Group angebunden, betont Annette Mann. Punktuell werde auf den Verbindungen nach Frankfurt und München im Winterflugplan auch größeres Fluggerät eingesetzt, nach Zürich gebe es um zwei Verbindungen pro Woche mehr als im Winterflugplan 2025/26.

Für die Standorte Klagenfurt und Innsbruck habe man für diesen Winter „noch einmal Lösungen finden" können, wie es Mann formuliert. Austrian Airlines entscheide hier momentan „von Flugplan- zu Flugplanperiode". Saisonal pausiert werden darüber hinaus die Verbindungen nach Tiflis, Keflavik und Porto. Zudem werden auch mehrere Nightstops aus dem Programm genommen. Dies betrifft neben Kopenhagen, Warschau und Krakau auch Klagenfurt. (red)





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