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A3M warnt vor Ausbreitung des Dengue-Fiebers in Europa

Der Krisenfrühwarn- und Destinationsexperte A3M beobachtet eine steigende Gefahr durch die Ausbreitung des Dengue-Fiebers – nicht zuletzt, da mittlerweile auch in Europa immer mehr Fälle verzeichnet werden.

|  Stechmücke (c) myteria / shutterstock.com

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Anzahl der Erkrankungen mit dem Dengue-Fieber zwischen 2000 und 2019 weltweit um das Zehnfache gestiegen - von 500.000 auf 5,2 Millionen. Die tatsächliche Fallzahl ist aber vermutlich noch deutlich höher, da die Infektion in den meisten Fällen asymptomatisch verläuft und das Fieber in vielen Ländern keine meldepflichtige Krankheit ist.

Lediglich in den Corona-Jahren seien die Fallzahlen zurückgegangen. Mittlerweile sei nicht weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung potenziell von Dengue-Fieber bedroht. Besonders in Südeuropa würden neuerdings Bedingungen aufeinander, die die weitere Ausbreitung begünstigen, warnt die WHO.

Besorgniserregende Situation in Südeuropa

„Die Situation in Südeuropa ist durchaus besorgniserregend“, betont Marcel Conrad, Chief Content Manager von A3M: „Das Zusammentreffen der Überträgermücke, ausreichender Virusträger in der Bevölkerung und geeigneter klimatischer Bedingungen schafft ein ideales Umfeld für die Verbreitung von Dengue-Fieber.“

In jüngster Vergangenheit seien auch autochthone (Anm.: einheimische - also nicht durch Reisen indizierte) Fälle des Virus in verschiedenen europäischen Ländern gemeldet worden - darunter in Kroatien, Frankreich, Spanien und Italien. In großen Teilen Südeuropas sowie in der Westtürkei, in Zypern und am Schwarzen Meer kommt die Überträgermücke ebenfalls vor. Die nördlichsten Fälle von Erkrankungen seien im November 2023 im Großraum von Paris verzeichnet worden.

Symptome von mild bis lebensbedrohlich

Die Symptome von Denguefieber können oft mild sein oder mit einem gewöhnlichen Infekt verwechselt werden. In schweren Fällen können jedoch hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit auftreten, die innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden können. Die Überträger-Mücke ist tagaktiv und besonders in stark besiedelten Regionen unterwegs.

Für Reisende sei es in den betroffenen Regionen essenziell, angemessene Schutzmaßnahmen zu ergreifen, so Conrad. Von Mückenschutzmitteln über eine den Körper bedeckender Kleidung bis zu Impfungen gebe es verschiedene Möglichkeiten, sich so weit wie irgend möglich vor Dengue-Fieber zu schützen. Klimaanlagen würden das Risiko eines Stichs ebenfalls deutlich reduzieren. (red) 





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