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Geschäftsreisebranche erwartet weltweit ein starkes Jahr 2024

Die globale Geschäftsreisebranche hat die Pandemie hinter sich und erlebt zu Beginn des Jahres 2024 einen weiteren Aufschwung. Dies geht aus der neuesten Business Travel Outlook-Umfrage der GBTA (Global Business Travel Association) hervor, an der mehr als 700 Experten aus 41 Ländern teilnahmen.

|  Foto: shutterstock / Peshkova

Die Mehrheit der Reiseeinkäufer meldet demnach für 2023 einen Anstieg der Buchungen und Ausgaben und geht davon aus, dass sich dieser Wachstumstrend auch 2024 fortsetzt. Fast 60% erwarten im kommenden Jahr mehr Reisen, wobei zwei Drittel mit einem Anstieg der Geschäftsreiseausgaben rechnen.

Viele Branchenexperten erwarten aber auch Herausforderungen. Steigende Reisekosten, allgemeine wirtschaftliche Unsicherheiten, rückläufige Unternehmensbudgets und Reiseunterbrechungen zählen dabei zu ihren größten Sorgen. Fast die Hälfte der Reiseeinkäufer gibt zudem an, dass sie wegen der Einführung von Remote- und Hybrid-Arbeitsplatzmodellen die Reiserichtlinien und -programme überarbeiten mussten.

„Die Geschäftsreisebranche hat ein neues Kapitel aufgeschlagen und die Pandemie hinter sich gelassen“, freut sich Suzanne Neufang, CEO der GBTA: „Weil die Unternehmen und die Reisenden weiterhin von der entscheidenden Rolle persönlicher Kontakte für ihre Geschäfte überzeugt sind, gibt es starke Anzeichen für ein anhaltendes Wachstum des Reisevolumens und der Ausgaben im Jahr 2024. Dies verheißt Gutes für die Zukunft unserer Branche und ihrer Fachkräfte“.

Aktueller Stand der Geschäftsreisebranche

Rund 83% der befragten Reiseeinkäufer gaben an, dass ihre Geschäftsreisebuchungen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich (31%), moderat (37%) oder leicht (15%) zugenommen hätten. Ähnlich verhält es sich mit den Reiseausgaben: 84% sagen, dass ihre Reiseausgaben im gleichen Zeitraum deutlich (33%), moderat (38%) oder leicht (13%) gestiegen seien.

Immerhin 59% der Reiseeinkäufer gehen davon aus, dass die Geschäftsreiseausgaben und das Volumen ihres Unternehmens auch im Jahr 2024 weiter steigen werden - und nur 11% erwarten weniger Geschäftsreisen ihres Unternehmens. Die regionalen Unterschiede sind hier aber enorm: Während in Nordamerika 66% mit einem Anstieg der Mitarbeiter-Reisen rechnen, sind es in Europa lediglich 37%.

Besonders interessant: 57% der Befragten sind der Meinung, dass es nicht mehr relevant ist, die Branchenleistung 2024 mit dem Niveau vor der Pandemie im Jahr 2019 zu vergleichen. Darüber hinaus landeten bei der Frage nach den wichtigsten Branchenproblemen, die für 2024 erwartet werden, die Pandemie-Bedenken ganz unten auf der Liste: Sie wurden nur von einem Prozent der Befragten genannt.

Überlegungen und Bedenken für die Branche

Zu den größten Sorgen der Branche im Jahr 2024 zählen steigende Reisekosten (66%), gesamtwirtschaftliche Bedenken (46%), nicht Schritt haltende Unternehmensbudgets (42%), Reiseunterbrechungen (32%) und geopolitische Bedenken (22%). Klimaauswirkungen und Nachhaltigkeit wurden hingegen insgesamt nur von 19% als Hauptanliegen für 2024 genannt - aber von 41% der europäischen Befragten gegenüber 12% in Nordamerika.

Darüber hinaus nannten 19% aller Befragten den technologischen Fortschritt - einschließlich künstlicher Intelligenz - als größtes Anliegen. Die Zahlen unterscheiden sich jedoch zwischen Reiseanbietern (27%) und Reiseeinkäufern (13%).

Auf die Frage nach den fünf Hindernissen für die Schaffung einer vielfältigen, robusten Belegschaft gaben die Befragten unattraktive Gehaltsniveaus und Zusatzleistungen (53%), den Mangel an qualifizierten bzw. erfahrenen Kandidaten (48%), und mangelnde organisatorische Investitionen in die Bindung und Entwicklung von Talenten (40%) an. Daher rechnen auch 76% der Reiseeinkäufer für das Jahr 2024 nicht mit einer Personalaufstockung.

Wie sich Reisen und Richtlinien entwickeln

Die meisten Befragten aus der Branche (62%) geben an, dass ihr Unternehmen über ein Hybridmodell verfügt, das sowohl die Arbeit im Büro als auch in irgendeiner Form von zu Hause ermöglicht. 48% berichteten dabei, dass sie deshalb die Geschäftsreiserichtlinie bzw. das Geschäftsreiseprogramm ihres Unternehmens überarbeitet haben (27%) oder dies planen (21%).

Zu den wichtigsten Programmbereichen, die sie im Zusammenhang mit Remote-/Hybrid-Mitarbeitern ansprechen, gehören die Arten von Meetings, die für Reisen zugelassen sind (40%), die Häufigkeit der Fahrten zu einem Büro (32%), die Transportarten (26%), die Tagessätze (22%) und die Unterkünfte (20%), die zulässig und erstattungsfähig sind.

Bei der Frage, wie die Geschäftsreisen im Jahr 2024 im Unternehmen verteilt werden, stehen Vertriebs- und Account-Management-Meetings (36%), externe Konferenzen und Branchenveranstaltungen (20%) sowie interne Treffen mit Kollegen (20%) ganz oben auf der Liste. Abgerundet wird sie durch Servicereisen (9%), Mitarbeiterschulung und -entwicklung (7%), Lieferantentreffen (6%) und andere Arten von Geschäftsreisen (5%). (red)





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