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Umfrage: So schützen sich Unternehmen und Geschäftsreisende vor Cyber-Angriffen

In unserer digitalisierten Welt sind Laptop, Smartphone und Tablet längst Standard, wenn es darum geht, auch von unterwegs effizient zu arbeiten. Das birgt aber auch große Risiken, denn unzureichend geschützte Systeme bieten Cyberkriminellen viele Möglichkeiten, an sensible Daten und Informationen zu gelangen.

Foto: pixabay
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Gerade auf Dienstreisen sind die Unternehmen diesbezüglich besonders gefährdet - und dieser Gefahr sind sich Entscheidungsträger auch bewusst: Rund zwei Drittel schätzen das Risiko von Cyberangriffen während einer Geschäftsreise als "hoch" ein. Zum Schutz davor schreiben viele Unternehmen daher strenge Regeln vor, wenn Mitarbeitende auf Dienstreise gehen.

So stellt beispielsweise mehr als die Hälfte der Firmen spezielle Laptops und Handys mit höheren Sicherheitsstandards zur Verfügung oder ermöglicht einen Zugang über eine sogenannte VPN-Verbindung, die von Unbeteiligten nicht einsehbar ist. Das sind die Ergebnisse der repräsentativen „Kurzbefragung Cybersecurity 2023“ des Deutschen Reiseverbands (DRV).

Was die Unternehmen alles vorschreiben

Laut der Studie schreiben 53% der befragten Unternehmen die Verwendung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung vor. Knapp dahinter folgen das Verbot, öffentliche Netzwerke und frei zugängliches WLAN zu nutzen (50%), sowie strengen Vorgaben für die Passworterstellung (49%). Knapp einem Drittel der befragten Dienstreisenden ist eine Einwahl ausschließlich per VPN-Verbindung erlaubt, wenn sie beruflich unterwegs sind.

Nahezu ebenso viele Geschäftsreisende (31%) geben an, spezielle Geräte mit erhöhten Sicherheitsstandards in bestimmten Ländern mitnehmen zu müssen. Als weitere Verhaltensregeln zum Schutz vor Cyberrisiken nennen die Befragten die Deaktivierung von Bluetooth (31%) und Schutzfilter für Bildschirme (26%). Lediglich fünf Prozent sagen, dass sie keinerlei Verhaltensregeln auferlegt bekommen.

Ausstattung zum Schutz vor Cyber-Angriffen

Generell stellen 58% der Unternehmen spezielle Laptops und Handys mit höheren Sicherheitsstandards zur Verfügung. 51% ermöglichen einen Zugang über eine VPN-Verbindung. Zur Ausstattung auf Geschäftsreisen gehören auch verschließbare Transporttaschen für Laptops (44%), Kamera- und Mikrofonabdeckungen (43%), Laptops mit kleineren Blickwinkeln und Sichtschutzfolien (je 31%).

Vor allem sind es Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden, die ihre Geschäftsreisenden mit Firmenlaptops und -handys mit entsprechenden Sicherheitsmerkmalen ausstatten (70%). Bei kleineren Unternehmen tun dies nur 48%. Keine Materialien zum Schutz vor Cyberangriffen auf Geschäftsreisen stellen allerdings nur 7% der Unternehmen zur Verfügung.

Darauf achten die Geschäftsreisenden

Mehr als die Hälfte der Befragten schützt immer ihren Bildschirm vor fremden Blicken in der Öffentlichkeit (59%), vergibt konsequent komplexere Passwörter (55%) oder meidet stets öffentliche Netzwerke (52%). Immerhin 41% vermeiden es zudem, während ihrer Geschäftsreise an öffentlichen Plätzen zu arbeiten - und 39% der Befragten ändern ihre Passwörter vor und/oder nach ihren Dienstreisen.

„Diese Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung der Cybersicherheit auf Geschäftsreisen und das Bewusstsein der Reisenden selbst, sich aktiv vor Gefahren zu schützen“, sagt Alexander Albert, Geschäftsführer der BCD Travel Germany GmbH: „Wir wissen um die zunehmende Bedeutung von Cybersicherheit und engagieren uns weiter für unsere Kunden, sie umfassend zu informieren und zu unterstützen.“ (red)





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