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DRV-Studie: Neun von zehn Firmen erlauben „Bleisure Travel“

„Bleisure Travel“ wird für die Unternehmen immer mehr zum Must-have im Kampf um Fachkräfte: Die Kombination aus Business Trip und Urlaub können inzwischen bereits 89% der Geschäftsreisenden nutzen. Das geht aus der Studie „Chefsache Business Travel“ des Deutschen Reiseverbands (DRV) hervor.

|  Foto: William Perugini / shutterstock.com

Die Fachmesse in Barcelona mit ein paar Strandtagen kombinieren: „Bleisure Travel“ macht es möglich. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern Business (Geschäft) und Leisure (Freizeit) zusammen. Gemeint ist damit, dass Dienstreisende vor dem Geschäftstermin oder danach noch einige Urlaubstage am selben Ort verbringen.

Wenn es um die Reisekosten bei Bleisure Trips geht, ist die Mehrheit der Unternehmen jedenfalls großzügig: 53% der Befragten arbeiten laut der DRV-Studie in einer Firma, die vollständig für die An- und Abreisekosten aufkommt. Nur 28% der Geschäftsreisenden müssen sich selbst daran beteiligen.

Wer „Bleisure Travel“ nutzen kann, nimmt das Angebot daher in der Regel auch in Anspruch. Im vergangenen Jahr taten dies 83% der Befragten, die die Möglichkeit dazu hatten - und 58% von ihnen möchten auch in Zukunft gerne Geschäftliches und Privates kombinieren. Das gilt vor allem für Befragte ab 40 Jahren und Vielreisende, die dreimal oder öfter im Monat geschäftlich unterwegs sind (je 70%).

Attraktives Reiseziel als Hauptgrund

Die größte Motivation für „Bleisure Travel“ ist ein attraktives Reiseziel. Für 44% der Befragten, die Geschäftsreisen bereits mit Urlaub kombiniert haben, waren Strand, Sehenswürdigkeiten oder Kultur ausschlaggebend. Eine wichtige Rolle spielt auch, dass zeitlicher Spielraum vorhanden ist - also keine dringenden beruflichen Aufgaben nach dem Business Trip anstehen (40%).

Ein weiterer häufiger Grund ist der Wunsch, sich nach der Geschäftsreise zu erholen (34%). Mit Blick auf die Altersgruppen unterscheidet sich die Motivation teilweise deutlich. So nehmen Geschäftsreisende ab 40 Jahren eher eine geeignete Wetterlage als Anlass für Bleisure Trips (41%). Das sind 13 Prozentpunkte mehr als bei den unter 40-Jährigen. Diese wollen hingegen eher die Zeit für eine zusätzliche An- und Abreise und damit Urlaubstage einsparen (39% gegenüber 18%).

Unterstützung durch Geschäftsreisebüros

„Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von Bleisure Travel. Dadurch lässt sich nicht nur die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden steigern, sondern auch die Attraktivität als Arbeitgeber. Das zahlt sich im Kampf um Talente aus“, sagt Andreas Neumann, Geschäftsführer des ADAC Reisevertrieb.

Auch die Umwelt profitiere von „Bleisure Travel“, da die Anzahl der insgesamt durchgeführten Reisen sinke, so Neumann: „Damit die Umsetzung gelingt, können die Unternehmen auf die Unterstützung von Geschäftsreisebüros zurückgreifen. Diese bieten Beratung, Reisekostenmanagement und Buchungstools, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, ihre Reisepläne selbstständig anzupassen und Freizeitoptionen hinzuzufügen.“ (red)





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