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Lufthansa Group erzielt neues Rekordergebnis im zweiten Quartal

Die Lufthansa Group hat im zweiten Quartal 2023 ihren Gewinn (Adjusted EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht. Zu verdanken hat sie das vor allem der starken Nachfrage und den deutlich höheren Preisen für Flugtickets.

|  Foto: Lufthansa

Wie der Konzern heute bekannt gab, übertraf der Umsatz von 9,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal den Vorjahreswert um rund 17%. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) konnte von 392 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Das entspricht einer operativen Marge von 11,6% - und damit einem neuen Rekordwert für ein zweites Quartal der Lufthansa Group.

Für das erste Halbjahr 2023 verbuchte der Konzern ein Adjusted EBIT von 812 Millionen Euro. Nach einem Minus von 185 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2022 bedeutet das eine Verbesserung um knapp eine Milliarde Euro. Die anhaltend hohe Nachfrage - besonders in den Premium-Klassen - führte bei gleichzeitig eingeschränktem Angebot zu einem Anstieg der Durchschnittserlöse um 13%.

Das Adjusted EBIT der Passagier-Airlines verbesserte sich im zweiten Quartal dieses Jahres um rund eine Milliarde Euro auf 965 Millionen Euro (Vorjahr: -86 Millionen Euro). Dabei erzielten alle Airlines ein positives Ergebnis. Betrachtet man die ersten sechs Monate, stieg das Adjusted EBIT sogar um fast 1,7 Milliarden Euro auf 453 Millionen Euro (Vorjahr: -1,2 Milliarden Euro).

Passagierzahlen legen um 30 Prozent zu

Die weltweit hohe Nachfrage nach Flugreisen führte auch bei den Passagier-Airlines der Lufthansa Group zu einem deutlichen Anstieg der Fluggastzahlen. Zwischen Jänner und Juni begrüßten sie mehr als 55 Millionen Reisende an Bord - ein Plus von 30% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2022 (42,4 Millionen). Allein im zweiten Quartal flogen dabei 33,3 Millionen Passagiere mit den Airlines des Konzerns. Dies entspricht 84% des Niveaus von 2019.

Der Fokus der Lufthansa Group lag auch im ersten Halbjahr 2023 auf der Sicherstellung eines stabilen Flugplans. Dafür wurden in diesem Jahr bereits rund 9.000 neue Mitarbeitende eingestellt – mehr als 1.000 pro Monat. Gleichzeitig wurde die angebotene Kapazität nur sehr vorsichtig erhöht.

Am Ende lag sie im ersten Halbjahr zwar um 19% über dem Vorjahreszeitraum, erreichte aber nur 79% des Vorkrisenniveaus. Der Lohn für diese Strategie: Die Pünktlichkeit verbesserte sich auf 70%. Gleichzeitig waren die Flüge im zweiten Quartal mit 83% so stark ausgelastet wie vor der Corona-Pandemie.

Nachfrage bei Geschäftsreisen erholt sich

Auch für den Rest des Jahres erwartet die Lufthansa Group eine anhaltend hohe Nachfrage - vor allem in den Premium-Klassen. Aktuell liegen die Buchungen für die Monate August bis Dezember 2023 durchschnittlich bei mehr als 90% des Volumens von 2019. Haupttreiber sind dabei Privatreisende, aber auch die Nachfrage der Geschäftsreisenden nimmt laut Vorstand zu.

Für das Ende des Jahres wird bei den Geschäftsreisen immerhin ein Anstieg auf bis zu 70% des Vorkrisenniveaus erwartet. Aufgrund der Engpässe im europäischen Luftverkehrssystem wird die angebotene Kapazität der Lufthansa Group Airlines bis Dezember dennoch am unteren Ende der bisherigen Erwartungsspanne liegen - also bei rund 85%. Im dritten Quartal des Jahres sind aber bereits rund 88% geplant.

Beim Ausblick für das Gesamtjahr 2023 geht der Konzern derzeit davon aus, ein Adjusted EBIT von mehr als 2,6 Milliarden Euro erreichen zu können - nach 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit wird das Ergebnis voraussichtlich eines der drei besten in der Geschichte der Lufthansa Group sein.

Neue Langstreckenflugzeuge ab 2024

Entsprechend positiv fällt auch die Zwischenbilanz von CEO Carsten Spohr aus: „Dank der großen Anstrengungen unserer Mitarbeitenden konnten wir Zustände wie im letzten Sommer vermeiden und unseren Kunden wieder einen stabileren Luftverkehr bieten. Es waren aber auch unsere Mitarbeitenden weltweit, die das finanziell beste zweite Quartal unserer Geschichte ermöglicht haben".

Gleichzeitig gehe man von einer weiterhin positiven Entwicklung aus, so Spohr: „Die Gewinnprognose zeigt deutlich, dass wir auf einem guten Weg sind, unsere mittelfristig gesetzten Kapitalmarktziele zu erreichen. Zugleich gibt es einen besonderen Ausblick für unsere Langstreckenflotte: Noch in diesem Jahr werden zwei weitere A380 wieder in den Liniendienst gehen. Weitere folgen zusammen mit neuen Boeing 787 und Airbus A350 im kommenden Jahr, in das wir mit großem Optimismus schauen." (red)





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