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Spannende ABTA Business Travel Lounge in Salzburg

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am Salzburger Flughafen eine ABTA Business Travel Lounge statt. ABTA-Präsident Roman Neumeister und Janine Kranz (Marketing & Sales der Salzburger Flughafen GmbH) konnten dabei zahlreiche Travel Manager aus dem Raum Salzburg und Oberösterreich begrüßen.

|  ABTA Business Travel Lounge am Flughafen Salzburg: Peter Tolinger, Alexander Öppinger (ÖBB), Roman Neumeister, Janine Kranz und abta-Vorstandsmitglied Klaus Kretz von der Europäischen (c) Flughafen Salzburg GmbH

Einleitend stellte Präsident Neumeister den Teilnehmern das künftige Verbandsprogramm sowie die neu gestaltete Homepage der ABTA vor. Gleichzeitig lud er die anwesenden Mitglieder zur regen Mitgestaltung des Programms ein.

Dabei ersuchte er, vor allem den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen Firmen und Leistungsträgern in den neuen Fachausschüssen zu intensivieren. „Ich bin überzeugt, dass die Zukunft des Verbandes in der Findung gemeinschaftlicher partnerschaftlicher Lösungen zwischen Firmen und Suppliern liegt“, betonte Neumeister.

Viergleisig zwischen Salzburg und Wien

Den ersten Programmpunkt des Abends war eine Präsentation der geplanten Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg durch DI Alexander Öppinger (Leiter Achsenmanagment Salzburg/Oberösterreich der ÖBB-Infrastruktur AG). Das Projekt ist derzeit in „vertiefter“ Planung. Der Baubeginn ist ab 2026 möglich, die Inbetriebnahme ab 2040 vorgesehen.

In einigen Bereichen der Weststrecke sei der viergleisige Ausbau bereits fertig, wie zum Beispiel zwischen Wien und Linz. Hier habe man es schon geschafft, die Fahrzeit beträchtlich zu verkürzen, sodass man mit der Bahn bereits schneller als mit dem Auto sei, betonte Öppinger.

Fahrzeit reduziert sich um sieben Minuten

Langfristiges Ziel der geplanten Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg sei mehr Platz und somit ein besseres Angebot für den Personen- und Güterverkehr zu schaffen sowie die Fahrzeit zwischen Salzburg und Wien auf 2 Stunden und 15 Minuten zu reduzieren. Aktuell sind es sieben Minuten mehr.

Die Länge der Neubaustrecke beträgt 21,3 Kilometer. Davon verlaufen 16,5 Kilometer durch den Flachgauertunnel. Die Verknüpfung erfolgt mit der Bestandsstrecke in Köstendorf und Kasern. Der Ausbau werde nicht nur positive Auswirkungen auf den Fernverkehr haben. Durch die Entflechtung von Fern-, Nah- und Güterverkehr sei auch eine enorme Verbesserung des S-Bahn-Verkehrs im Nordosten Salzburgs möglich.

Neues Gastro-Konzept am Salzburger Airport

Janine Kranz stellte das neue Gastro-Konzept des Flughafens vor. Man habe die Zeit der Pandemie für Umbauarbeiten genützt, um den Gästen die Zeit am Flughafen angenehmer zu gestalten. So kann man jetzt im neuen „Relay Shop“ Zeitschriften, Bücher und sonstige notwendige Dinge fürs Reisen kaufen - sogar Lottoscheine.

Auch ein kleines Café ist im Shop integriert. Das „Marktcafé“ hat man um 60 Plätze erweitert. Es liegt jetzt nach dem Security-Bereich. Eine kleine, aber feine Business Lounge mit 25 Sitzplätzen und tollem Blick auf das Vorfeld bietet ab 9 Uhr Frühstück und ab 11 Uhr Mittagessen. Die Öffnungszeiten richten sich weitgehend nach dem Flugplan.

Die Lounge kann bei Bedarf um den VIP-Raum mit 20 Sitzplätzen erweitert werden. Auch die Dachterrasse mit der Lounge „Das Wolfgang“ wurde ausgebaut. Sie verfügt über eine Bar und eine Grillstation und ist jetzt auch indoor für Meetings benutzbar.

Die aktuellen Trends im Business Travel

Zum Schluss befragte Roman Neumeister in Form eines lockeren Interviews Peter Tolinger (AX-Travel Management GmbH) zu den aktuellen Trends im Business Travel und den Auswirkungen der Coronakrise in seinem Unternehmen. Auf die persönliche Frage, wie oft er in diesem Jahr geflogen sei, antwortete Tolinger: „Viel zu wenig, nur neun Strecken. Mit unterschiedlichen Bedingungen - von Maske am Airport bis zu gar keinen einschränkenden Maßnahmen“.

Auf die Frage, wie sein Unternehmen durch die Krise gekommen sei: Nach der anfänglichen Schockphase (Lockdown) habe man sukzessive begonnen, konstruktiv zu arbeiten. Es habe generell ein Umdenken stattgefunden. Man habe bemerkt, das es wichtiger sei, am Kunden zu sein und ihn zu „servicieren“, als sich nur als Vermittler von Transportleistungen zu positionieren.

70 bis 80 Prozent des Niveaus von 2019

In der Zeit der Pandemie habe man von den 330 Mitarbeitern rund ein Drittel verloren. Seit Juli 2022 wurden aber wieder 25 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Nachfrage nach Reisen sei wieder da. Bei Geschäftsreisen blieb Tolinger mit seiner Einschätzung aber eher vorsichtig. Er persönlich finde eine Nachfrage von 70 bis 80 Prozent zu 2019 eher realistisch als die positiveren Ergebnisse so mancher Studie.

„Es gibt einen Nachholbedarf, aber wir leiden unter der schlechten Planbarkeit. Das Volumen ist da, aber die Anforderungen an das Reisebüro haben sich geändert“, erklärte Tolinger und nannte enorm viele Anfragen zu Umbuchungen und besonders Refundierungen als Beispiel. „Refundierungen sind zur Wissenschaft geworden. Das war früher ein Nebenprodukt“, so Tolinger.

Bedarf an TMC´s ist nach wie vor groß

Man habe viele Lehren aus dieser Situation gezogen, und müsse daher die Geschäftsmodelle modifizieren. Auf die Frage nach dem hohen Stellenwert der TMC´s, die Neumeister durchaus gegeben sieht, antwortete Tolinger: „Der Bedarf an TMC´s ist trotz vieler Direktbuchungen nach wie vor groß. Ihre Rolle unterscheidet sich jedoch deutlich zu der vorher. TMC´s müssen erkennen, was sie tun sollen, und sich vom Vermittler zum Dienstleister und Berater entwickeln“.

Die Akzeptanz von Firmenseite sei in Österreich sehr schleppend, bemerkte Tolinger und nannte als Gründe den extremen Kostendruck, die Inhalte (welche Inhalte sehe ich als Käufer in welchem Vertriebskanal), die zunehmende Bedeutung der Reisespesen, die Sicherheit, die Environmental Social Governance (ESG) und viele Mitarbeiter, die nicht mehr reisen wollen. (red)





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