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Vorsichtig, Hacker: In öffentlichen WLAN-Netzen lauert die Gefahr

Laut einer aktuellen Studie von NordVPN wurde jeder vierte Reisende schon einmal gehackt, wenn er ein öffentliches WLAN im Ausland nutzte. Die meisten dieser Hacks passierten auf Bahnhöfen und Flughäfen.

Foto: pixabay
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Es ist ganz normal, dass man durch sein Handy scrollt, während man auf einen Flug oder einen Zug wartet. Im Ausland werden dann oft öffentliche WLAN-Netze genutzt, um Roamingkosten zu vermeiden. Aber viele vergessen dabei auf ihre Online-Sicherheit“, weiß Daniel Markuson, Cybersicherheitsexperte von NordVPN.

Hacker machen sich das gerne zunutze, warnt Markuson: „Sie nutzen die Schwächen der öffentlichen WLAN-Netzwerke an Flughäfen und Bahnhöfen, um ganz bequem an sensible, persönliche oder sogar Unternehmensdaten zu gelangen.“

Welche Gefahren birgt öffentliches WLAN?

Die Reisenden sind dabei leicht auszutricksen, weil sie in der Regel nicht wissen, wie vertrauenswürdige WLAN-Netzwerke an einem bestimmten Ort im Ausland heißen. Das macht es für Hacker einfacher, „böse Zwillinge“ (gefälschte WLAN-Hotspots) an Orten einzurichten, die häufig von Touristen und Geschäftsreisenden besucht werden.

Wenn sich ein Reisender mit einem solchen Hotspot verbindet, werden all seine persönlichen Daten direkt an den Hacker gesendet. Aber auch legitime öffentliche WLAN-Netzwerke können unsicher sein, weil sie immer noch öffentlich sind.

Der Man-in-the-Middle-Angriff

Ein Hacker kann sich jederzeit in ein offenes Netzwerk einwählen, die Online-Aktivitäten der Nutzenden ausspähen und ihre Passwörter und persönlichen Daten stehlen. Diese Methode wird als "Man-in-the-Middle-Angriff" bezeichnet. Dabei begibt sich der Hacker in die Mitte der Kommunikation, indem er sich gegenüber dem Sender als Empfänger und gegenüber dem Empfänger als Sender ausgibt.

„Die einzige Möglichkeit, sich vor Man-in-the-Middle-Angriffen zu schützen, ist die Verwendung eines VPNs. Eine Umfrage zeigt, dass 78% der Menschen kein VPN nutzen, wenn sie auf ihrer Reise mit öffentlichem WLAN verbunden sind – was natürlich ihre Anfälligkeit für Hackerangriffe erhöht“, betont Daniel Markuson.

So können sich Reisende schützen

Auch wenn öffentliche WLAN-Netze gewisse Risiken für unsere Daten bergen, sind sie für viele Reisende immer noch eine Notwendigkeit. Die Experten von NordVPN haben daher aufgelistet, was man unternehmen kann, um die Geräte während der Reise zu schützen:

  • VPN aktivieren: Der beste und effektivste Weg, um die Sicherheit von Reisenden über eine offene WLAN-Verbindung zu gewährleisten, ist die Nutzung eines VPN-Dienstes. Er verschlüsselt die Daten und verhindert, dass Dritte die Informationen des Nutzers abfangen können.
  • Automatische WLAN-Verbindungen deaktivieren: So verhindern die User, dass sie sich mit einem Netzwerk verbinden, mit dem sie sich eigentloich nicht verbinden wollen.
  • Anmeldedaten nicht teilen: Reisende reservieren gerne von unterwegs aus. Das ist praktisch, wenn vor dem Flug noch viel Zeit ist. Für die WLAN-Hacker ist das aber ein gefundenes Fressen. NordVPN rät daher davon ab, Hotels oder Flugtickets zu buchen, während man mit einem öffentlichen Netzwerk verbunden ist. Ein Angreifer könnte die Anmeldedaten der Online-Bank oder Kreditkarteninformationen abfangen. (red)




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