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CWT-Analyse: Geschäftsreisen werden auch 2023 deutlich teurer

Die weltweiten Reisepreise werden in den verbleibenden Monaten dieses Jahres und im gesamten Jahr 2023 weiter steigen. Das geht aus dem 2023 Global Business Travel Forecast hervor, den CWT und die Global Business Travel Association (GBTA) veröffentlicht haben.

|  Foto: exopixel / www.shutterstock.com

Steigende Kraftstoffpreise, der Arbeitskräftemangel und der Inflationsdruck bei den Rohstoffkosten sind laut dem Bericht die Haupttreiber des Preiswachstums. Im Gesamtjahr 2022 wird ein Anstieg der Flugpreise um 48,5%, der Hotelpreise um 18,5% und der Mietwagengebühren um 7,3% prognostiziert. Im Jahr 2023 sollen dann die Flugpreise nochmals um 8,4%, die Hotelpreise um 8,2% und die Mietwagengebühren um 6,8% zulegen.

„Die Nachfrage nach Geschäftsreisen und Tagungen ist mit voller Wucht zurückgekehrt, daran gibt es keinen Zweifel“, sagt Patrick Andersen, CEO von CWT: „Der Arbeitskräftemangel in der Reise- und Gastgewerbebranche, steigende Rohstoffpreise und ein größeres Bewusstsein für verantwortungsbewusstes Reisen wirken sich alle auf die Dienstleistungen aus.“

Tagungen und Veranstaltungen

Die Preise steigen dabei laut "2023 Global Business Travel Forecast" in allen Regionen in den meisten Ausgabenkategorien. Die Kosten pro Teilnehmer für Meetings und Veranstaltungen werden daher im Jahr 2022 voraussichtlich um rund 25% höher sein als im Jahr 2019, und es wird prognostiziert, dass sie im Jahr 2023 um weitere 7% steigen werden.

Einer der Gründe: Neben dem Nachholbedarf konkurrieren Firmenveranstaltungen derzeit mit vielen anderen Arten von Veranstaltungen, die 2020 und 2021 abgesagt wurden - und da viele Unternehmen während der Pandemie ihre Büroflächen zugunsten von Telearbeit aufgegeben haben, buchen sie jetzt Besprechungsräume, wenn sich die Mitarbeiter persönlich treffen sollen, was die Nachfrage weiter ankurbelt.

Kürzere Vorlaufzeiten für Veranstaltungen, die früher zwischen sechs und zwölf Monaten und nun zwischen einem und drei Monaten variieren, tragen ebenfalls zu den Preisanstiegen bei. Dies macht sich besonders im asiatisch-pazifischen Raum bemerkbar, der nach der Pandemie langsamer als andere Regionen wiedereröffnet wurde.

Flugpreise

Die Flugpreise für Geschäftsreisen gingen im Jahr 2020 gegenüber 2019 um mehr als 12% zurück, gefolgt von einem weiteren Rückgang um 26% im Jahr 2021. Die Preise für Economy-Tickets fielen dabei von 2019 bis 2021 um 24%, während Premium-Tickets um 33% günstiger wurden.

Nun wird erwartet, dass die Preise im Jahr 2022 um 48,5% und im Jahr 2023 voraussichtlich um 8,4% steigen - aber selbst mit diesem starken Preisanstieg werden sie voraussichtlich bis 2023 unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Besonders interessant: Der Anteil der Tickets der Premium-Klasse machte 2019 noch 7% aus - in der ersten Hälfte des Jahres waren es aber nur 6,2%.

Hotelpreise

Die Hotelpreise fielen im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 13,3% und im Jahr 2021 um weitere 9,5%. Der Bericht erwartet jedoch einen Anstieg um 18,5% im Jahr 2022 - gefolgt von einem Anstieg um 8,2% im Jahr 2023. Angetrieben wird diese Entwicklung von einer beschleunigten Erholung in Verbindung mit anhaltenden Kapazitätsengpässen.

In Europa haben die Hotelpreise dabei das Niveau von 2019 schon jetzt übertroffen, weltweit wird dies aber erst 2023 der Fall sein. Konkret wird für Nordamerika ein Anstieg der Hotelpreise um 22% vorausgesagt, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sogar um 31,8%.

Mietwagen

Die globalen Mietwagenpreise fielen im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 2,5%, bevor sie im Jahr 2021 um 5,1% anstiegen. Im Jahr 2022 werden sie voraussichtlich um 7,3% zulegen und damit neue Höchststände erreichen. Im Jahr 2023 ist dann eine weitere Steigerung um 6,8% zu erwarten.

Generell wird die Mietwagen-Branche auch weiterhin unter Kapazitätsengpässen leiden. Viele Agenturen sind zum Kauf von Gebrauchtfahrzeugen zurückgekehrt, um die Flottengröße zu erhöhen, und halten ihre Fahrzeuge auch länger. Einige Agenturen kaufen auch Fahrzeuge von Herstellern außerhalb ihrer historisch unterstützten Marken. (red)





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