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Geschäftsreisende buchen wieder vermehrt Langstreckenflüge

In der Corona-Pandemie beschränkten sich die Geschäftsreisenden vor allem auf kürzere Distanzen. Doch dieser Trend kehrt sich bereits um: Langstrecken-Flüge sind wieder mehr gefragt. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von AirPlus International.

|  Foto: shutterstock / Peshkova

Die Pandemie veränderte die weltweiten Reisebewegungen enorm. So fand im zweiten Halbjahr 2020 in Europa im Vergleich zum Vorjahr nur rund jede siebente Geschäftsreise statt. Wer trotzdem reiste, war auf kürzeren Strecken unterwegs, länger weg von zu Hause und buchte deutlich kurzfristiger.

Laut AirPlus International entfielen bei den europäischen Geschäftsreisenden von Juli bis Dezember 2020 nur 10,3% aller Flüge auf die Langstrecke, aber 52,2% auf das Inland. Ein Jahr zuvor machten die Interkontinentalflüge noch 15,4% aus - und die Inlandsflüge lediglich 39,2%.

Bei den deutschen Geschäftsreisenden zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier buchten während des zweiten Halbjahres 2020 nur 7,8% einen Langstreckenflug. Ein Jahr zuvor waren es noch 12,9%. Gleichzeitig nahm der Anteil der deutschen Inlandsflüge in der Pandemie von 49,1% auf knapp 60% zu.

Geschäftsreisen dauerten deutlich länger

Deutlich verändert haben sich auch die Vorausbuchungszeiten. Lagen zwischen Buchung und Abreise im zweiten Halbjahr 2019 europaweit noch durchschnittlich 23,5 Tage, waren es ein Jahr später nur noch 15,8 Tage (Deutschland: 14,5 nach 23,8). Die sich schnell veränderten Ein- und Ausreiseregelungen machten kurzfristigere Buchungen notwendig.

Außerdem waren die Geschäftsreisenden deutlich länger unterwegs: Vergingen zwischen Abreise und Ankunft am Heimatort 2019 nur 5,5 Tage, waren es 2020 bereits 9,2 Tage – trotz der kürzeren Distanzen. In Deutschland stieg die durchschnittliche Reisedauer von 5,1 auf 8,6 Tage.

Langstreckenflüge sind jetzt wieder gefragt

Der Trend ist allerdings bereits wieder gegenläufig. Obwohl es in Europa im vergangenen Winter durch steigende Coronazahlen erneut stärkere Einschränkungen gab, machten die Langstreckenflüge der Geschäftsreisenden bereits 18,4% aus - in Deutschland sogar 18,8%.

Gleichzeitig wurde wieder länger im Voraus gebucht - nämlich 17,3 Tage vor dem Abflug. Die längere Abwesenheit vom Heimatort hielt hingegen unvermindert an: In den ersten drei Monaten dieses Jahres dauerten die Dienstreisen im Schnitt 12,9 Tage - und in Deutschland sogar 15,5 Tage.

Diese Zahlen sind eine Auswertung des AirPlus Business Travel Index. Dafür wurden die über den Zahlungsdienstleister abgerechneten Buchungen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden analysiert. (red)





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