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Geschäftsreisende wollen wieder reisen - aber nicht um jeden Preis

96% der Geschäftsreisenden sind bereit, in den nächsten zwölf Monaten wieder unterwegs zu sein – und 65% zeigen sich sogar sehr bereit. Das ergab eine weltweite Umfrage mit 3.850 Teilnehmern aus 25 Ländern, die im April und Mai im Auftrag von SAP Concur durchgeführt wurde.

Foto: shutterstock / Luis Molinero
Foto: shutterstock / Luis Molinero

Reisen haben demnach eine hohe persönliche Relevanz: 92% der Befragten sind aus persönlichen Gründen motiviert, in diesem Jahr geschäftlich zu reisen. Dazu gehören der persönliche Kontakt zu Kunden und Kollegen (54%), das Entdecken neuer Orte (52%) und eine Auszeit vom Alltag (41%).

Jeder Fünfte fürchtet ohne Reisen um seinen Job

Immerhin 80% der Geschäftsreisenden befürchten, dass ihr Berufsleben leidet, wenn sie die Reisefrequenz in diesem Jahr nicht mehr erhöhen. Sie machen sich dabei vor allem Sorgen, die Geschäftsbeziehungen nicht mehr aufbauen und pflegen zu können (45%), weniger Geld zu verdienen (38%) und die eigene Karriere nicht vorantreiben zu können (33%).

Jeder Fünfte (18%) befürchtet sogar, seinen Job zu verlieren, wenn er nicht wieder häufiger geschäftlich unterwegs sein kann. Andererseits sind 38% der Befragten überzeugt, dass weniger Geschäftsreisen für ihr Unternehmen zu weniger neuen Geschäftsabschlüssen und Vertragsverlängerungen mit bestehenden Kunden führen würden.

Die Bleisure-Reisen kommen wieder zurück

Hohe Arbeitsbelastung und ungenutzte Urlaubstage bedeuten auch, dass die Arbeitnehmer das Beste aus anstehenden Geschäftsreisen machen wollen: 89% der Befragten geben an, dass sie ihre Geschäftsreisen in den nächsten zwölf Monaten um einen privaten Urlaub verlängern wollen.

Gleichzeitig wollen die Geschäftsreisenden künftig ihre Optionen abwägen, wenn die Arbeitgeber nicht ihren Erwartungen entsprechen. 68% der Befragten geben an, dass sie wieder auf Geschäftsreise gehen wollen – aber zu ihren eigenen Bedingungen. So würden 31% um eine Einschränkung der Reisetätigkeit bitten, wenn das Unternehmen keine Richtlinien oder Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit einführt. 20% würden sogar so weit gehen, sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen.

Flexibilität schlägt Sicherheit auf Dienstreisen

Tatsächlich ist Flexibilität - etwa bei der Wahl des Transportmittels, der Unterkunft oder der Reisedaten - inzwischen das dringlichste Bedürfnis der Geschäftsreisenden (72%) und steht damit sogar noch vor ihren Anforderungen hinsichtlich Impfungen (62%). Im Jahr 2020 war die Gewährleistung der persönlichen Gesundheit und Sicherheit während der Reise noch das wichtigste Bedürfnis.

Die Studie von SAP Concur zeigt somit deutlich, dass sich die Prioritäten der Geschäftsreisenden während der Covid-19-Pandemie verschoben haben. Weitere Ergebnisse sollen auf dem SAP Concur Travel Industry Summit am 17. Juni 2021 vorgestellt und diskutiert werden. (red)





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