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Lange Wartezeiten drohen: IATA warnt vor Chaos an Flughäfen

Die International Air Transport Association (IATA) warnt vor möglicherweise chaotischen Zuständen auf den Flughäfen, wenn von offizieller Seite nicht rasch digitale Prozesse zur Überprüfung von Gesundheitsdokumenten und anderen Covid-19-relevanten Maßnahmen eingesetzt werden.

|  Foto: Andrey Burmakin / shutterstock.com

Laut einer Berechnung der IATA haben die Passagiere vor der Pandemie mit Check-in, Sicherheits- und Passkontrolle, Zoll und Gepäckausgabe rund 1,5 Stunden am Flughafen verbracht.

Aktuelle Daten würden darauf hindeuten, dass die Aufenthaltsdauer bereits auf drei Stunden in Spitzenzeiten gewachsen ist, obwohl die Auslastung derzeit bei nur 30% des Vorkrisen-Niveaus liegt. Der meiste Zeitaufwand entfällt dabei auf Check-in und Passkontrolle, wo die Gesundheits-, Impf- und Testnachweise vorwiegend in Papierform überprüft werden.

Bis zu acht Stunden am Flughafen

Eine Modellrechnung ergibt, dass ohne Prozess-Verbesserung die Zeit, welche die Passagiere auf dem Flughafen verbringen müssen, pro Reise auf 5,5 Stunden ansteigen könnte, wenn das Flugaufkommen auf 75% des Vorkrisen-Niveaus klettert. Bei 100% Kapazität würde der Aufenthalt gar auf acht Stunden pro Reise anwachsen.

„Ohne die automatisierte Kontrolle von Impf- und Test-Zertifikaten sehen wir die Gefahr beträchtlicher Störungen“, warnt IATA-Generaldirektor Willie Walsh. Die technischen Lösungen seien vorhanden. Aber die Regierungen müssten digitale Standards für Zertifikate und die entsprechenden Prozesse akzeptieren. „Und sie müssen rasch handeln, bevor der Verkehr wieder stark wächst“, so Walsh.

Erster Schritt auf dem G7-Gipfel?

Ein Meilenstein für weltweit anerkannte, standardisierte und miteinander agierende digitale Zertifikate für Covid-19-Tests und Impfungen könnte beim nächsten G7-Treffen am 11. Juni gesetzt werden, hofft man seitens der IATA.

„Wenn die G7 in dieser Sache die Führungsrolle übernehmen, könnte für rund ein Drittel aller Flugreisen die Reisefreiheit einwandfrei wieder hergestellt werden. Andere Länder könnten sich an diesem Modell für einen sicheren und effizienten Neustart der Verbindungen orientieren“, fasst Willie Walsh zusammen. (red) 





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