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Flughafen Graz verliert 2020 gleich vier von fünf Passagieren

Die Covid-19 Pandemie hat auch am Flughafen Graz zu einem deutlichen Passagierrückgang geführt: Mit knapp 200.000 Fluggästen wurde ein Minus von 81% verzeichnet.

|  Die neuen Geschäftsführer am Flughafen Graz: Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig (c) Fischer

Nach dem besten Jahr der Geschichte 2019 war man in Graz auch 2020 auf weiteres Wachstum eingestellt. Aufgrund der beginnenden Flugstreichungen in der ersten März-Hälfte und dem Lockdown, der zu rund drei Monaten ohne regulären Linien- und Charterverkehr führte, mussten die Erwartungen aber weit nach unten revidiert werden.

„Die globalen Auswirkungen der Corona-Krise haben Airports weltweit massiv getroffen und so auch den Höhenflug des steirischen Tors zur Welt abrupt unterbrochen", bringt DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz, die Entwicklung auf den Punkt.

Wiederaufnahme des Flugverkehrs

Dennoch wurde bereits in der Lockdown-Phase an einer möglichst raschen Wiederaufnahme des Flugverkehrs gearbeitet. Am 22. Juni 2020 nahm Austrian Airlines die Linienflüge nach Wien wieder auf. Mit Frankfurt, Amsterdam, Düsseldorf und Stuttgart folgten weitere wichtige Verbindungen zu europäischen Hubs und Wirtschaftsdestinationen.

Auch Urlaubsflüge wurden aufgenommen und gut angenommen. Obwohl die neuerlichen Lockdowns wieder zu einer Verminderung des Flugangebots führten, stehen den Fluggästen ab Graz derzeit mit den Linienflügen über die beiden wichtigen Drehscheiben Wien und Amsterdam zahlreiche Reisemöglichkeiten offen.

Rückgang in allen Segmenten

Im Jahr 2020 wurden am Flughafen Graz insgesamt 199.490 Passagiere betreut (-80,8%). Davon entflielen 184.666 Fluggästen auf Linienflüge (-79,4%) und 14.824 Fluggäste auf Charterflüge (-89,6%). Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf den Frachtbereich fielen hingegen eher gering aus: Das gesamte Frachtaufkommen im Jahr entsprach mit 16.220 Tonnen einem Minus von 14,5%.

Ausblick auf den Sommer 2021

Geschäftsführer Wolfgang Grimus zeigt sich trotz der aktuell unsicheren Lage für den Sommer 2021 vorsichtig optimistisch: „Umfassende Impf- und Teststrategien zahlreicher Regierungen und die zuversichtlichen Pläne der Airlines und Reiseveranstalter lassen uns von einer schrittweisen Verbesserung der Situation ausgehen - speziell ab dem zweiten Halbjahr 2021“.

In enger Abstimmung mit den Fluglinien-Partnern sei man zuversichtlich, dass zumindest ein Großteil der bisher angebotenen und für die regionale Wirtschaft und den Tourismus so wichtigen Linienverbindungen - beispielsweise Wien, Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf, Zürich und Amsterdam - wieder bedient würden, so Grimus. (red) 

 




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