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Schlechte Aussichten: Lufthansa beschließt drittes Sparpaket

Angesichts der flauen Entwicklung in den vergangenen Wochen hat die Lufthansa Group ein drittes Paket des konzernweiten Restrukturierungsprogramms „ReNew“ beschlossen.

|  Airbus A380 von Lufthansa in München (c) Alex Tino Friedel

Mit deutlich mehr als den bisher beschlossenen Streichungen von 22.000 Vollzeit-Arbeitsplätzen sowie einer Verkleinerung der Flotte um mindestens 150 Flugzeuge über alle Marken hinweg will die Lufthansa Group die Auswirkungen der Krise bekämpfen. Bisher war man davon ausgegangen, mit einer Reduktion um 100 Flugzeuge durchzukommen.

Da die Erholung aber langsamer als erwartet stattfindet, wurde nun dem Aufsichtsrat ein drittes Sparpakets zur Restrukturierung vorgelegt. Wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen ist für den Winterflugplan ein Volumen von nur noch 20% bis 30% gegenüber dem Vorjahr geplant. Ursprünglich hatte man 50% erhofft.

Nur noch eine kleine Chance für den A380

Der Flottenbereinigung fällt unter anderem der Airbus A380 zum Opfer. Nachdem bereits im Frühjahr sechs Flugzeuge dieses Typs endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden nun auch die verbleibenden acht Maschinen in einen Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Diese Flugzeuge würden nur im Falle einer unerwartet schnellen Markterholung wieder reaktiviert werden können. Das gilt auch für zehn Airbus A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren und nun ebenfalls langfristig geparkt werden. Darüber hinaus werden die verbleibenden sieben Airbus A340-600 endgültig außer Dienst gestellt.

Dafür fallen im laufenden Quartal Wertberichtigungen in der Höhe von 1,1 Milliarden Euro an. Nach jüngsten Zahlen sind von den gut 138.000 Mitarbeitern weltweit zum Jahreswechsel noch rund 128.000 im Unternehmen. Vor allem im Ausland verließen viele Beschäftigte die Lufthansa, während es in Deutschland bislang noch keine Übereinkunft mit den Gewerkschaften gibt. (apa/red) 





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