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Absagen von Kongressen stürzen Wiener Hotellerie in die Krise

Die jüngste Verschiebung des Radiologenkongresses (ECR) von März auf Juli und mögliche weitere Absagen von Kongressen könnten der Wiener Hotellerie massive Umsatzeinbußen bescheren. Die Wirtschaftskammer fordert daher eine finanzielle Unterstützung für die Betriebe.

|  Foto: WienTourismus / Christian Stemper

„Leider muss man sagen, dass die Wiener Hotellerie mehr und mehr vom Coronavirus und den damit einher gehenden Stornierungen betroffen ist“, klagt Dominic Schmid, Hotellerie-Obmann in der Wirtschaftskammer Wien.

Vor allem Hotels, die traditionell viele chinesische und italienische Touristen beherbergen, würden derzeit massiv leiden, berichtet Schmid: „Darüber hinaus werden Veranstaltungen von Firmen derzeit sehr kurzfristig storniert, weil die Reisetätigkeiten aufgrund interner Vorgaben eingeschränkt oder sogar verboten werden“.

ECR-Verschiebung bedeutet „deutliches Minus“

Die aktuelle Verschiebung des European Congress of Radiology (ECR) von März auf Juli trifft die Wiener Hotellerie dabei besonders hart, denn mit 23.000 Teilnehmer handelt es sich um einen der größten medizinischen Kongresse weltweit.

„Eine Verschiebung ist natürlich besser als eine komplette Absage. Allerdings bedeutet sie für die Betriebe trotzdem einen Umsatzentgang, da die stornierten Zimmer so kurzfristig nicht mehr vergeben werden können und dann zum neuen Zeitpunkt teilweise keine Zimmer mehr verfügbar sind“, betont der Hotellerie-Obmann.

Darüber hinaus müsse man auch davon ausgehen, dass die Teilnehmeranzahl beim ECR im Urlaubsmonat Juli geringer ausfallen werde als im März. Unter dem Strich bleibe somit ein „deutliches Minus“, so Schmid.

Förderungen für betroffene Betriebe notwendig

Die von der Bundesregierung beschlossene Kreditgarantie für betroffene Betriebe in Höhe von 10 Millionen Euro ist für den Vertreter der Wiener Hotellerie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: „Es ist aber definitiv notwendig, noch weitere Maßnahmen für finanzielle Unterstützungen betroffener Betriebe auszuloten“.

Dazu gebe es aktuell Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, den Sozialpartnern und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank, so Schmid: „Der Tourismus ist derzeit die vom Coronavirus am stärksten betroffene Branche - ganz besonders in Wien. Wir brauchen dringend Unterstützung“. (red)





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