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Vorarlberg: Veränderte Kommunikation bei Veranstaltungen

Das Thema „Veränderte Kommunikation“ stand im Mittelpunkt des 9. Vorarlberger Convention Forums. 110 Teilnehmer aus Tourismus und Industrie sammelten in der Fabrik Klarenbrunn viel Hintergrundwissen und praktische Tipps, wie sie Veranstaltungen im digitalen Zeitalter konzipieren.

|  Lukas Rössler, Zita Bereuter, Katharina Turecek und Urs Treuthardt (c) Roswitha Schneider

|  Der Spinnsaal in der Fabrik Klarenbrunn aus dem Jahr 1886 ist heute ein gefragter Veranstaltungsort (c) Roswitha Schneider

„Der Konsum von Wissen in unserer Gesellschaft hat sich drastisch verändert - ebenso die Art, wie wir miteinander kommunizieren. Das Maß an Ablenkung ist groß, die Geschwindigkeit und die Fülle an Information sind überwältigend“, betonte Urs Treuthardt, Geschäftsführer von Convention Partner Vorarlberg, in seinen Eröffnungsworten.

Single- statt Multi-Tasking

Die Gedächtnisexpertin Dr. Katharina Turecek plädierte für Aktivierung statt Berieselung der Teilnehmer: „Bei allen Veranstaltungen konkurrieren die Inhalte mit den allgegenwärtigen mobilen Geräten um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer“, erklärte die Leiterin des Instituts für Gedächtnistraining in Wien.

Daher warb sie für Single- statt Multi-Tasking. Angebote, die zur Bewegung und zum Mitmachen anregen, seien hilfreich: „Aktivierung statt Berieselung, Qualität vor Quantität“. Damit etwas in unserem Gehirn gespeichert bleibe, komme es vor allem auf Anknüpfungspunkte mit bereits bestehenden Inhalten an.

Der Mensch und die Technik

Mag. Lukas Rössler, Gründer der Innovators Agentur Fosbury, wies auf die wichtige Phase vor der Veranstaltung hin: „Der Event beginnt inszenatorisch und dramaturgisch lange vor der Registrierung.“ Für ihn geht es im Zeitalter der Digitalisierung darum, die Online-Welt zu nutzen. Eine Möglichkeit zur Interaktion sei beispielsweise, Live-Abstimmungen vor Ort über das Smartphone durchzuführen.

Trotz der veränderten Mediennutzung der Digital Natives – also der Personen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind – sei die menschliche Komponente noch immer die wichtigste und wertvollste im Setting von Events, so Rössler: „Je mehr Austausch und kontroversielle Diskussion stattfinden, desto nachhaltiger lernen die Teilnehmer bei Veranstaltungen.“

Hilfreiche Anregungen

Die Inhalte des Forums kamen bei den Teilnehmern gut an. Ernst Seidl, Inhaber der neu entstehenden Eventlocation „Firmament“ mit Hotel in Rankweil, möchte Rösslers Empfehlung künftig folgen und sich mehr mit den Ansprüchen der Digital Natives auseinandersetzen, wie er danach erklärte.

Manuela Partel, Leiterin des Seminarhotels Schloss Hofen in Lochau, nahm den Grundsatz mit, als Teilnehmerin die Inhalte der Veranstaltung stärker auszuwählen statt zu viel zu sammeln. „Dank Katharina Turecek weiß ich nun, wie ich mein Angebot besser deutlich machen kann. Ihr Vortrag brachte es genau auf den Punkt, wie und warum interaktive Kongresse funktionieren“, sagte Ursula Hillbrand, Inhaberin der AoH Salonhosting GmbH. (red)





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