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Investoren mit großen Plänen für den Flughafen Klagenfurt

Der Flughafen Klagenfurt soll bis zum Jahr 2024 praktisch neu gebaut werden: Eine Abfertigungshalle, ein Hotel, ein Messezentrum, ein Technologiecluster und ein Logistikzentrum zählen zu den umfangreichen Maßnahmen.

|  Lilihill präsentierte den Masterplan für den Airport Klagenfurt: Christian Halm, Kay Kratky, Harald Stoutz, Peter Malanik und Karl Georg Eisner (c) APA-Fotoservice / Daniel Raunig

Die Lilihill GmbH als neuer Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens hat am Montag ihre Ausbaupläne für den Airport präsentiert. Angestrebt wird eine Passagierzahl von einer Million pro Jahr - derzeit sind es 230.000. Insgesamt will man mehr als eine Milliarde Euro investieren. Dabei soll buchstäblich kein Stein auf dem anderen bleiben, so Geschäftsführer Karl-Georg Eisner.

Neues Messezentrum und Technologiecluster

Das neue Abfertigungsgebäude soll dort errichtet werden, wo jetzt die Hangars stehen. Die Investitionssumme beziffert Eisner mit 260 Millionen Euro. Um 90 Millionen Euro soll ein Hotel mit 250 Betten entstehen, das direkt an die Abfertigungshalle angebunden und von einer internationalen Hotelgruppe betrieben wird. Zudem ist ein Messezentrum geplant, das bis 2030 fertig sein soll. Auf 3,5 Hektar sollen 110 Millionen Euro verbaut werden.

Der größte Brocken ist aber der "Avimotion TecPark": Im Süden des Areals soll auf 25 Hektar ein Technologiecluster errichtet werden. Eisner spricht dabei von einem "wegweisenden Entwicklungs- und Anwendungszentrum für die Bereiche autonome und alternative Mobilität". Lilihill will dafür 480 Millionen Euro in die Hand nehmen und 4.000 Arbeitsplätze schaffen. Weitere 140 Millionen Euro sollen in ein neues, erweitertes Logistikzentrum investiert werden.

Neue Destinationen für 3,5 Millionen Menschen

Als Einzugsgebiet definiert Lilihill neben Kärnten auch die angrenzenden Gebiete Sloweniens, Italiens, Salzburgs und der Steiermark mit insgesamt 3,5 Millionen Menschen, wie Aufsichtsrat Peter Malanik erklärt. Den Fluglinien wolle man "den modernsten Airport Europas" mit extrem kurzen Turnaround-Zeiten bieten und ihnen auch bei den Kosten entgegenkommen.

So arbeite man daran, bei den Landegebühren nicht nur Größe und Gewicht der Flugzeuge, sondern auch die Auslastung zu berücksichtigen. "Wir übernehmen quasi einen Teil des Auslastungsrisikos, das macht derzeit kein Airport in ganz Europa", so Malanik.

Der ehemalige AUA-Vorstand Kai Kratky - ebenfalls im Aufsichtsrat der Lilihill GmbH - meint, die Anbindung an den Hub Wien müsse ausgebaut werden, auch weitere Hubs könnten künftig angeflogen werden. Gegründet werden soll jedenfalls eine Tourismus-Incoming-Gesellschaft, um mehr Gäste nach Kärnten zu bringen. (apa/red)





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