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ARCOTEL Hotels: Branchentreff zum Thema „Städtetourismus”

„Städtetourismus“ war das Thema des jüngsten ARCOTEL Branchentreffs im großen Ballsaal des ARCOTEL Wimberger. Rund 80 Vertreter aus Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Politik und Medien kamen, um über die aktuellen Trends zu diskutieren.

Dr. Vladimir Preveden, Norbert Kettner, Sonja Acosta-Oberleitner, Dr. Renate Wimmer, Martin Lachout und Moderator Christoph Berndl - Foto: Gabriel Alarcon
ARCOTEL Branchentreff: Dr. Vladimir Preveden, Norbert Kettner, Sonja Acosta-Oberleitner, Dr. Renate Wimmer, Martin Lachout und Moderator Christoph Berndl |  Dr. Vladimir Preveden, Norbert Kettner, Sonja Acosta-Oberleitner, Dr. Renate Wimmer, Martin Lachout und Moderator Christoph Berndl - Foto: Gabriel Alarcon

Auf dem Podium saßen Norbert Kettner (Geschäftsführer von Wien Tourismus), Dr. Vladimir Preveden (Managing Partner bei Roland Berger Österreich), Sonja Acosta-Oberleitner (Head of Business Unit Vienna bei Eurotours) und Martin Lachout (Vorstand der ARCOTEL Hotel AG). Initiatorin des Branchentreffs war Dr. Renate Wimmer als Eigentümer der ARCOTEL Hotels Unternehmensgruppe.

Wien geht den richtigen Weg: Qualität statt Masse

Das Beratungsunternehmen Roland Berger hat in seiner „European City Tourism Study“ 54 Städte in Europa untersucht und dabei besonders die Nächtigungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl und die Wertschöpfung durch den Tourismus analysiert.

Für Städte wie Venedig, Lissabon, Prag oder Reykjavik sei die Situation problematisch, schlussfolgert die Studie. Prag ist etwa sehr erfolgreich im Massentourismus, aber bei einer eher niedrigen Wertschöpfung. Paris wird hingegen positiv hervorgehoben: Viele Nächtigungen sind hier kombiniert mit einer hohen Wertschöpfung.

„Auch Wien geht im Städtetourismus den richtigen Weg und verfolgt gemeinsam mit allen Stakeholdern – allen voran der Bevölkerung – eine klare Strategie in Richtung Qualität statt Masse. Erst dadurch entstehen Visitor-Economy-Effekte, die der Stadt, der Wertschöpfung und so der Lebensqualität in Wien zugutekommen“, sagte Dr. Vladimir Preveden in der Diskussion.

Wollen wir eine lebendige Stadt?

Bei der Frage nach dem Wiener Erfolgsrezept verwies Norbert Kettner zunächst auf frühere Generationen: Wien sei vor 100 Jahren von Otto Wagner für vier Millionen Einwohner geplant worden. Mit der heutigen Einwohnerzahl von zwei Millionen sei dies eine gute Ausgangslage.

„Wollen wir in einer lebendigen oder in einer schallisolierten Stadt leben?“, richtete Kettner einen Appell ans Publikum. „Wenn auch in der Vergangenheit gegen jedes Projekt opponiert worden wäre, hätten wir heute keine Ringstraße, keine U-Bahn und keine Donauinsel.“

Die Zuwächse bei den Umsätzen aus dem Tourismus seien doppelt so hoch wie die Zuwächse bei den Nächtigungen. Wien Tourismus vermarkte die Stadt als Premium-Destination, wobei es um das Prinzip „Best in Class“ gehe. „Auch ein Würstelstand kann großartig sein“, verdeutlichte Kettner den Ansatz.

Ein fünftes ARCOTEL Hotel für Wien?

Für die Hotellerie seien die Marktsituation und der Zyklus im Jahresverlauf sehr wichtig, stieg Martin Lachout in die Diskussion ein. „Messezeiten sind immer gute Zeiten. Hier steigen der Preis und die Nachfrage“, sagte er. In Deutschland seien Geschäftsreisende aber bereit, mehr Geld auszugeben - und so könnten die Hotels auch mit besseren Umsätzen kalkulieren.

Am Beispiel Berlin zeigte Lachout auf, dass die Hotellerie im Städtetourismus noch viel Potenzial habe. 2009 eröffnete ARCOTEL in Berlin ein zweites Hotel, obwohl damals die örtlichen Beherbergungsbetriebe sagten, dass es keine neuen Betten brauche. Seitdem habe sich die Anzahl der Betten in Berlin um rund 47% erhöht - und die Nächtigungen seien um 57% gestiegen.

Auch für Wien ist Lachout optimistisch. Das Wachstum des Flughafens sei ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung des Tourismus. Deshalb habe ARCOTEL auch den Mut, mit einem Investor ein neues Haus zu entwickeln: Im Sommer eröffnet am Wiener Hauptbahnhof das MOOONS Hotel. „Wien ist für mich die richtige Destination, ich würde auch noch ein fünftes Hotel hier aufsperren“, erklärte Lachout. (red)





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