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Kongressindustrie im Wandel: ECR feiert 25. Jubiläum in Wien

Der alljährlich im Austria Center Vienna (ACV) stattfindende Radiologenkongress ECR hat sich mittlerweile zu einem der weltweit größten und innovativsten Medizinkongresse mit mehr als 28.000 Teilnehmern aus rund 130 Ländern entwickelt. Heuer war er zum 25. Mal in Wien zu Gast.

ECR im im Austria Center Vienna - Foto: IAKW-AG / Ludwig Schedl
ECR im im Austria Center Vienna - Foto: IAKW-AG / Ludwig Schedl Radiologenkongress ECR im im Austria Center Vienna

Susanne Baumann-Söllner und Peter Baierl - Foto: IAKW-AG / Ludwig Schedl
Susanne Baumann-Söllner und Peter Baierl - Foto: IAKW-AG / Ludwig Schedl ACV-Direktorin Susanne Baumann-Söllner und Peter Baierl, Executive Director der European Society of Radiology

Die wirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung des ECR für Österreich ist enorm. So wird allein in Wien die Bruttowertschöpfung um jährlich rund 17 Millionen Euro gesteigert - und in ganz Österreich um rund 28 Millionen. Rechnet man diese Werte um, so werden in der Bundeshauptstadt durch einen ECR rund 330 Arbeitsplätze geschaffen. Bundesweit sind es sogar 509. 

Allerdings verändert sich die internationale Meeting-Branche derzeit rasend schnell. Neue Konzepte sind daher gefragt, berichtet ACV-Direktorin Susanne Baumann-Söllner: „Der ECR ist einer unserer absoluten Vorzeigekongresse. Einerseits wegen der großen Anzahl der Teilnehmer, aber auch deshalb, weil er sich jedes Jahr ein Stück weit neu erfindet“, so Baumann-Söllner: „Der ECR steht für Innovation, Kreativität und die erlebbare Vermittlung von Wissen“.

Weit mehr als „nur“ ein Vortragsprogramm

Die Zeiten, in denen Fachkongresse fast ausschließlich auf ein klassisches Vortragsprogramm beschränkt waren, sind jedenfalls längst vorbei. „Unser Haus hat europaweit eine einzigartige Vielfalt mit 24 Sälen und 180 Räumen anzubieten, dadurch können wir auf alle kreativen Wünsche eingehen“, erklärt die Direktorin.

Österreichs größtes Kongresszentrum bietet dem Kunden somit ein Rundumpaket aus einer Hand - von den passenden Sälen und Loungebereichen über Sicherheit, Ton und Licht bis zum perfekten Catering. Außerdem wird ein Hochleistungs-WLAN für bis zu 35.000 Devices angeboten – ein absolutes Muss in Zeiten digitaler Kongresse.

„Kongressteilnehmer erwarten neben Wissenserweiterung vor allem die Möglichkeit der Interaktion mit Vortragenden und den persönlichen Austausch in angenehmer Atmosphäre. Als Kongresszentrum sind wir daher immer wieder aufs Neue gefordert, hier die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Baumann-Söllner.

Keine größeren Hallen, sondern smarte Lösungen

„Der ECR passt sich stets den Gegebenheiten der Zeit an und arbeitet in all seinen Bestrebungen zukunftsorientiert. Bestehende Ressourcen werden bestmöglich, umweltschonend und optimiert genutzt“, betont Peter Baierl, Executive Director der European Society of Radiology.

Das inkludiert etwa die Verwendung bestehender Gebäude rund um das Austria Center Vienna, wie das Tech Gate, die Donau-City Kirche oder das Hotel Melia. Auch auf die klassische Posterpräsentation wird im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen bereits seit 2003 durch die Verwendung einer eigens produzierten Software verzichtet.

„Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr angebracht, ganze Hallen mit gedruckten Materialien und Postern zu füllen, welche direkt nach dem Kongress entsorgt werden. Dies ist eine Verschwendung an Ressourcen und infrastrukturellen Maßnahmen. Kongresszentren und Messen brauchen nicht mehr Platz und immer größere Hallen, sondern smarte Lösungen, die der heutigen Zeit angepasst sind“, so Baierl.

Teilnehmerzahlen steigen – wie lange noch?

Als einer der erfolgreichsten und umsatzstärksten Kongresse sieht man von Seiten des ECR den Trend zur „Gigantomanie“ der derzeit boomenden Meetingindustrie also eher kritisch. „Zukünftige Erfolge fußen auf Investitionen in moderne Meeting-Technologien. Die Zahl jener Personen, die für mehrere Tausend Euro nach Wien fliegen, um einen Kongress zu besuchen, wird in Zukunft eher zurückgehen“, so Baierl.

Ebenso würden Arbeitgeber eine digitale Teilnahme ihrer Mitarbeiter an Kongressen bevorzugen. Die Kongresse müssten also zukunftssicher werden und sich jetzt so aufstellen, dass sie für eine sinkende Teilnahme vor Ort gerüstet sind. Größere Hallen seien definitiv nicht die Lösung. 

Darüber hinaus regt der ESR auch an, die derzeit meist geschlossenen Konzepte der Veranstaltungen zu überdenken und mehr Partizipation für die breite Bevölkerung zu ermöglichen. Auch Österreichs größtes Kongresszentrum sieht dies als absoluten Zukunftstrend: „Wir werden unser Haus in den nächsten Jahren deutlich öfter für Wienerinnen und Wiener öffnen und unterstützen auch Kongressveranstalter, die hier neue Wege gehen wollen“, so Baumann-Söllner. (red)





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