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Laudamotion geht zu 100 Prozent an die irische Ryanair

Ryanair hat Laudamotion komplett übernommen: Ende Dezember wurde der Erwerb der 100-prozentigen Beteiligung an der Laudamotion GmbH durch die NL Holding abgeschlossen. Das bestätigten heute Andreas Gruber (CEO von Laudamotion und Michael O'Leary (CEO von Ryanair).

Foto: Laudamotion
Foto: Laudamotion

Mit der Übernahme möchte O'Leary das Wachstum der Fluggesellschaft weiter voran treiben. Für das zweite Jahr erwartet er ein Wachstum auf mehr als 6 Millionen Passagiere. 2022 sollen es bereits 10 Millionen sein. "Wir wollen ganz klar die zweitgrößte österreichische Airline nach Austrian Airlines werden", sagt Andreas Gruber.

Dabei soll die Fluggesellschaft auch weiterhin österreichisch bleiben - trotz der Übernahme durch die Iren. Deutlich machen soll dies unter anderem der Bezug zu Niki Lauda, der nun Vorsitzender des Gesellschaftsausschusses ist.

Neue Flieger, mehr Wachstum

Mit der Übernahme gehen eine Reihe von Wachstumsinitiativen einher. So soll die Flotte im Sommer 2019 von 19 auf 25 Flugzeuge aufgestockt werden. Im Jahr 2020 rechnet man aufgrund von abgeschlossenen Verträgen mit Leasinggebern bereits mit 30 Airbus-Maschinen. In Wien erhöht sich die Anzahl der Airbus A320 von vier auf acht, in Düsseldorf auf sieben, in Stuttgart auf drei und in Palma de Mallorca auf zwei.

Im Winter 2019 wird die Flotte dann auf elf Flugzeuge in Wien erweitert. Ein Teil des Winterflugplans wurde bereits zur Buchung frei gegeben - inklusive neuer Ziele ab Wien. Der restliche Flugplan mit mehr als 20 neuen Zielen ab Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Palma soll demnächst bekannt gegeben werden.

Auch personell legt die Airline stark zu. Bis zu 400 neue Arbeitsplätze für Piloten, Kabinenpersonal und Technik sollen bis 2020 ausgeschrieben werden. Durch die Umsiedlung des Headquarters in den Concorde Business Park steht auch räumlich eine Veränderung an.

Neue Basen im Gespräch

"Wir treiben das Wachstum schnell voran, da es freie Slots gibt und andere Airlines ihre Basen schließen. Darum müssen wir uns beeilen, wenn wir diese Möglichkeiten für uns nutzen wollen", erklärt O'Leary das rasante Vorantreiben der Airline.

Auch neue Basen außerhalb von Deutschland und Österreich seien für Laudamotion ein Thema - so beispielsweise in Spanien, Portugal, Rumänien, Ungarn oder der Ukraine. Die österreichischen Bundesländer seien für den Ryanair-Chef zwar interessant, allerdings aufgrund der hohen Kosten aktuell nicht in Planung. (red)





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