30 November 2017, 13:18   
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GBTA-Studie: Immer noch Lücken beim Risk Management

Mehr als drei Viertel der Geschäftsreisenden in Deutschland, Großbritannien und Frankreich glauben, dass ihre Arbeitgeber auf ihre Sicherheit achten nachkommen. Das zeigt die neue Studie „How Travel Booking Behaviour Impacts Safety“ der Global Business Travel Association (GBTA).
Foto: istockphoto.com

Gleichzeitig erwarten die Reisenden in Notfällen oder bei einem sicherheitsrelevanten Ereignis eine proaktive Kontaktaufnahme von ihrem Unternehmen. Beinahe zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie dafür einen Zeitraum von zwei Stunden für angemessen halten. Dass die Unternehmen dabei Informationen nutzen müssen, um sie schnell zu lokalisieren, ist den meisten klar. GPS-Daten aus Smartphone-Apps akzeptieren allerdings nur 44%. Bei den Reiseplänen als Informationsquelle stimmen 53% zu und bei den Spesenabrechnungen sind es 32%.

Die Studie, die in Zusammenarbeit mit Concur durchgeführt wurde, aber auch fest, dass Risk-Management-Lösungen für Geschäftsreisende noch lange nicht flächendeckend und einheitlich sind. So geben nur 49% der deutschen Geschäftsreisenden an, dass ihre Firmen eine Notfall-Hotline zur Verfügung stellen. In Großbritannien (57%) und Frankreich (65%) sind es deutlich mehr. Zwar berichtet mehr als die Hälfte der Geschäftsreisenden, dass ihre Unternehmen Sicherheitstrainings anbieten. Sie sind sich aber einig darüber, dass weitere Trainings hilfreich wären. 61% zeigen dabei Interesse an Gruppen- und Einzeltrainings und 65% möchten sogar mehrere Trainings pro Jahr absolvieren.

Direktbuchungen als Sicherheitsproblem

Ein besonderes Problem bleiben Direktbuchungen. Zwei Drittel der Geschäftsreisenden haben zwar erkannt, dass eine Buchung außerhalb der Firmenkanäle die eigene Sicherheit beeinträchtigen kann, da die Unternehmen oder Geschäftsreisebüros sie im Notfall schwieriger lokalisieren und kontaktieren können. Dennoch haben 70% im vergangenen Jahr mindestens einmal außerhalb der Unternehmenskanäle gebucht – selbst wenn sie Zugang zu einem Online-Buchungstool hatten.

Dabei geben nur 40% an, dass ihre Firma über ein System verfügt, das Reisepläne und -routen erfasst, die direkt bei den Anbietern gebucht wurden. „Fehlende oder unvollständige Buchungsdaten können die Unternehmen aber erheblich daran hindern, sich um ihre Reisenden zu kümmern. Sie spielen eine Schlüsselrolle in der Fürsorgepflicht und sind zentral für jede Risk-Management-Funktion, die ein Unternehmen ausübt“, warnt Monica Sanchez, Director of Research der GBTA-Stiftung.

Neue Concur-Lösung für das Risk-Management

Als Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen im Risk Management hat Concur erst Anfang dieses Jahres die Lösung „Concur Locate & Active Monitoring“ vorgestellt. Sie ist die erste integrierte Risk-Management-Lösung, die auf dem branchenweit umfassendsten Datensatz von Reise- und Spesenabrechnungen basiert und Reisepläne sowie elektronische Belege von Anbietern direkt über TripLink und TripIt erfasst. Unternehmen jeder Größe können so rund um die Uhr ihre Mitarbeiter lokalisieren, mit ihnen kommunizieren und ihnen Hilfestellung geben – ohne die Infrastruktur eines globalen Sicherheitszentrums in Anspruch nehmen zu müssen.

„In Zeiten globaler Unsicherheit müssen die Führungskräfte wissen, wo sich ihre Mitarbeiter befinden, sie schützen und informieren", ergänzt Scott Torrey, Chief Revenue Officer bei Concur: „Das bedeutet, dass die Firmen einen stärkeren Fokus auf Sicherheit setzen müssen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Fürsorgepflicht einer der wichtigsten Aspekte ist, die ein Unternehmen für seine Mitarbeiter leisten kann.“ (red)


tagsconcur, gbta, studie, risk-management, sicherheit, notfälle, geschäftsreisen, unternehmen, fürsorgepflicht


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Autor:


Redaktion / tma online

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit fast 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er vornehmlich tma online.





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