21 November 2017, 16:18   
News» Business Travel
 | Meinungen [2]

Studie: Nur wenige Geschäftsreisende halten Kontakt mit der Familie

Amerikanische Geschäftsreisende halten unterwegs deutlich häufiger Kontakt mit ihrer Familie zu Hause als ihre europäischen Kollegen. Das ist eines der überraschenden Ergebnisse der neuen „CWT Connected Traveler Study“ von Carlson Wagonlit Travel.
Foto: istockphoto

Laut der Studie, für die mehr als 1.900 Geschäftsreisende weltweit befragt wurden, melden sich 50% der Amerikaner während ihrer Reisen bei der Familie, aber nur 31% ihrer Kollegen aus dem asiatisch-pazifischen Raum und 27% der Europäer. Bei den Reisenden aus Deutschland sind es gar nur 23%.

Auch bei der Häufigkeit der Kontaktaufnahme zeigen sich die Amerikaner besonders familienfreundlich: 47% Prozent der Reisenden, die Kontakt halten, neigen dazu, sich auch mehr als einmal am Tag zu melden – egal ob per Telefonat, SMS, E-Mail oder über andere Kanäle. Im Vergleich dazu sind es unter den europäischen Reisenden nur 37% und unter den Reisenden aus Asien 32%.

Telefonate vor Skype und SMS

Große Unterschiede zwischen den Kontinenten zeigt die Studie auch bei der Art, wie Reisende mit Verwandten und Freunden in Kontakt bleiben. Während die Europäer häufiger Telefonate führen (49%) als ihre Kollegen aus Amerika (43%) und Asien (41%), setzen 20% der amerikanischen Geschäftsreisenden und 17% der Reisenden aus Asien auf SMS, um in Kontakt zu bleiben. Bei den Reisenden aus Europa sind es hingegen nur 13%. Über alle Regionen hinweg nutzen knapp 25% Skype, um ihre Familien zu erreichen, und 12% schreiben unterwegs E-Mails.

„Obwohl sich die Technologien stetig weiterentwickeln, nutzen die Geschäftsreisenden am liebsten traditionelle Kommunikationsmittel, um Kontakt mit ihren Familien und Freunden zu halten“, erklärt Julian Walker, Head of External Communications bei Carlson Wagonlit Travel: „Nichtsdestotrotz gewinnen besonders Videoanrufe an Bedeutung, da diese dafür sorgen, dass sich die Reisenden näher mit ihren Familien verbunden fühlen, wenn sie unterwegs sind.“

Die „CWT Connected Traveler Study“ wurde von Carlson Wagonlit Travel erstellt und von der Artemis Strategy Group durchgeführt. Die Daten basieren auf der Befragung von mehr als 1.900 Geschäftsreisenden im Alter zwischen 25 und 65 Jahren in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien, die in den vergangenen zwölf Monaten mehr als vier Geschäftsreisen unternommen haben. Ziel der Studie war es, zu verstehen, wie Geschäftsreisende unterwegs mit privaten und geschäftlichen Kontakten in Verbindung bleiben und was sie auf Reisen beschäftigt. (red)


tagscarlson wagonlit travel, cwt, cwt connected traveler study, studie, geschäftsreisende, kontakt, familie, telefon, sms, skype, europa, amerika, asien


Advertising


Autor:


Redaktion / tma online

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit fast 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er vornehmlich tma online.





Advertising


Meinungen [2]

24. Nov 2017, 08:09 #
Erhebungszeitraum

Stellt sich die Frage, ob der Erhebungszeitraum vor oder nach Abschaffung der Roamingkosten lag, da durch die starke Verwendung des Telefons bei Europäern die Kostenfrage gerade auch bei Familien mit nur einem Haushaltseinkommen ein Thema sein wird. Wenn es einen Link zur Studie(nquelle) gibt, wäre der natürlich toll zu erfahren.

  24. Nov 2017, 11:46 #
tma-online Team - Wolfgang Tropf

Die Studie wurde tatsächlich von 30. März bis 24. April 2017 durchgeführt – und damit noch vor der Abschaffung der Roamingkosten in der EU. Geschäftsreisende aus großen Ländern außerhalb Europas hatten da sicherlich einen Vorteil. Allerdings gibt’s ja auch Skype, WhatsApp & Co – und fast immer irgendwo WLAN. Außerdem haben jene Europäer, die Kontakt mit ihren Familien hielten, dafür deutlich öfter das Telefon benutzt als ihre Kollegen aus den anderen Kontinenten – und deutlich weniger SMS.

 Ihre Meinung zu diesem Artikel 

Bitte alle markierten(*) Pflichtfelder ausfüllen. Keine Sorge Ihre Email Adresse wird nicht für Spam verwendet oder veröffentlicht. Unsere Kommentare ermöglichen die Verwendung von Gravataren.