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CWT-Studie: Zahl der „Bleisure-Reisen“ bleibt unverändert

Geschäftsreisen mit einem Kurzurlaub zu verbinden, schien ein neuer Trend zu werden. Doch eine Studie der CWT Solutions Group, bei der 29 Millionen Geschäftsreisen ausgewertet wurden, zeigt, dass die Anzahl der sogenannten „Bleisure-Reisen“ in den vergangenen fünf Jahren nicht zugenommen hat.

In Zahlen ausgedrückt zeigen die Ergebnisse: Einer von fünf Geschäftsreisenden pro Jahr macht eine „Bleisure-Reise“. Somit können lediglich 7% aller Geschäftsreisen als „Bleisure-Trips“ eingestuft werden. Fast 50% verbleiben dabei nach dem Geschäftstermin weiter am Zielort, 34% treten ihre Reise früher an. Die restlichen 20% halten sich sowohl vor als auch nach der Geschäftsreise am Zielort auf.

In der Studie der CWT Solutions Group wurden Daten von Geschäftsreisen ausgewertet, die zwischen 2011 und 2015 durch CWT gebucht wurden. „Bleisure-Reisen“ definieren sich demnach über mindestens eine zusätzliche Übernachtung am Zielort von Samstag auf Sonntag – entweder vor oder nach der Geschäftsreise.

„Es reden immer mehr Leute darüber, ihre Geschäftsreise mit Urlaub zu verbinden. Deshalb ist es überraschend, dass die Zahl der Bleisure-Reisen nicht gestiegen ist“, sagt Catalin Ciobanu, Senior Director Data & Analytics der CWT Solutions Group: „Bleisure-Reisende machen dabei eine oder zwei solcher Reisen pro Jahr, unabhängig von Demografie oder Reisehäufigkeit.“

Frauen unternehmen mehr „Bleisure-Trips“ als Männer

Unter anderem legt die Studie offen, dass Frauen eher dazu neigen, „Bleisure-Trips“ zu unternehmen als Männer. Auch nutzen eher jüngere Geschäftsreisende die Möglichkeit, ihre Geschäftstätigkeiten mit Freizeit zu verbinden. Diese Ergebnisse lassen sich dadurch erklären, dass beide Gruppen weniger Geschäftsreisen im Jahr bestreiten und diese eine Besonderheit darstellen. Zusätzliche Urlaubstage werden dann gerne noch angehängt oder vorangestellt.

Bei Vielreisenden wiederum sinkt die Bereitschaft zu Bleisure-Trips auf weniger als 5%. Entfernungen spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle: Je länger der Flug dauert, desto eher wird versucht, die Geschäftsreise mit Urlaub zu verbinden. Beispielsweise liegt der Anteil an „Bleisure-Trips“ auf der Route zwischen San Francisco und London bei 23%, bei Paris-London hingegen nur bei 2%.

„Die Ergebnisse der Studie sind äußerst interessant, denn sie helfen uns, die Mechanismen im Bleisure-Segment zu verstehen“, erklärt Ciobanu: „Wichtig ist, dass die Reiseindustrie von diesen Ergebnissen lernt. Für Travel Manager ist die zentrale Erkenntnis, dass sie Bleisure-Trips in ihre Reiserichtlinien einbeziehen müssen – insbesondere für Programme mit Langstreckenreisen.“ (red)





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