14 September 2016, 09:26   
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VDR warnt vor Deal zwischen Lufthansa und Air Berlin

Noch ist es Spekulation, dass Lufthansa zahlreiche Verbindungen von Air Berlin übernehmen wird. Doch der deutsche GeschäftsreiseVerband VDR fordert schon jetzt, dass ein solcher Schritt nicht zulasten des Wettbewerbs im deutschen Luftverkehr erfolgen dürfe.
Foto: VDR

Dirk Gerdom, Präsident des deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR


„Sowohl Air Berlin als auch Lufthansa sorgen als wichtige und zuverlässige Partner unserer Mitgliedsunternehmen für deren geschäftliche Mobilität in Deutschland, Europa und rund um den Globus. Daher begrüßen wir es ausdrücklich, dass hier offenbar eine Lösung gefunden wurde, aus der beide Partner langfristig gestärkt hervorgehen können“, erklärt VDR-Präsident Dirk Gerdom in einer Aussendung.

Klar sei aber auch, dass jede Form der Konsolidierung einen „Eingriff in die Marktsituation“ darstelle, so Gerdom: „Sie schwächt den Wettbewerb und wirkt sich daher auch auf die Rahmenbedingungen von Geschäftsreisen aus. Hier fordern wir als Verband im Sinne unserer Mitglieder weiterhin Transparenz, Vergleichbarkeit und stabile Ticketpreise“.

Laut einem Bericht der „Süddeutscher Zeitung“ will Lufthansa bereits mit dem Beginn des Winterflugplans 2016/17 Flüge von Air Berlin durchführen, die nicht die Drehkreuze Düsseldorf und Berlin berühren, was etwa einem Drittel der aktuellen Verbindungen der zweitgrößten deutschen Airline entspricht. Dazu sollen 40 Flugzeuge von Air Berlin samt Besatzungen im sogenannten „Wet Lease“-Verfahren in die Lufthansa-Tochter Eurowings eingegliedert werden. Damit einher ginge auch eine engere Kooperation der Lufthansa mit dem Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways. (red)


tagsair berlin, lufthansa, übernahme, ticketpreise, wettbewerb, vdr, deutscher geschäftsreiseverband, eurowings, etihad airways


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Autor:


Redaktion / tma online

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit fast 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er vornehmlich tma online.



Business Travel News des Tages
19 Oktober 2017



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    Meinungen [1]

    15. Sep 2016, 07:56 #
    Phil

    Was für ein Unfug. Strecken wo AirBerlin kein Geld mehr macht, diese eh schon für Schleuderpreise anbietet, wird nun auch verlangt, dass der Nachfolger diese noch billiger anbietet? Vielleicht überlegen Reisende und der Autor mal, was ihnen Heute noch eine Flugreise wert ist. Jedem der ein Low-Cost Ticket mit EW zu teuer ist, kann ja gern via London, Paris oder Dubai fliegen.
    Der einzige Knackpunkt werden Strecken ab München nach TXL, HAM, CGN sein. Hier kann es sein, dass LH dann alleine den Markt regiert und auch höhere Ticketpreise verlangen kann. Nur wird auch eine Transavia weiter auf dem innerdeutschen Markt mitwirken.

    Daher kann ich die Sorgen nicht teilen und glaube, hier sollte man mal abwarten.

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