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abta Jahrestagung: „Mobilität - Quo Vadis“ in Pöllauberg

Unter dem Titel „Mobilität – Quo Vadis“ lud abta-Präsident Hanno Kirsch die Reisemanager der österreichischen Geschäftsreiseindustrie zur diesjährigen Jahrestagung nach Pöllauberg in der Oststeiermark. Tagungs-Location für die rund 80 Teilnehmer war das Seminarhotel Retter.

Das zweitägige Programm deckte alle großen Bereiche der Mobilität ab: Dr. Andreas Otto (CCO von Austrian Airlines) sprach über aktuelle Themen, Klaus Tusche (Comercial Director Germany, Switzerland, Austria, Czech Republic & Poland) präsentierte die smarte Mobilität bei Avis und Claus Unterkircher (Head of Operations & Logistics bei UBER Austria) erklärte das Konzept von UBER als innovative Mobilität für Unternehmen.

Laurent Picheral (CEO AccorHotels Central & Eastern Europe) skizzierte die Herausforderungen der Hotellerie im Umfeld der Digitalisierung und Sharing Economy, Mag. Eva Buzzi (ÖBB Rail Tours) präsentierte die ÖBB als integrierten Mobilitätsanbieter und Prof. Dr. DI Ulrich Walder (CEO aionav Systems AG) erklärte die in Österreich in Zusammenarbeit mit der TU Graz entwickelte App-Technologie als Reisebegleiter der Zukunft. 

Ali Mahlodji als Starreferent der Tagung

Nicht zuletzt erzählte KR Paul Blaguss im Interview mit Hannes Schwarz (FCm Travel Solutions) die Geschichte des Bus- und Reiseunternehmens Blaguss. Der Autor Rainer Wieland las kurzweilige Anekdoten über das Reiseverhalten von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart. Für unterhaltsame Momente sorgte der Schauspieler Michael Ostrowski, der einige seiner Erlebnisse als Reisender zum Besten gab.

Eindeutiger Starreferent abseits des Reisethemas war Ali Mahlodji BSc, Gründer des Startup-Unternehmens whatchado, mit seinem hochinteressanten Vortrag „Motivation und Führung einer neuen Generation“. Mit whatchado hat der ehemalige Flüchtling aus dem Iran ein mehrfach ausgezeichnetes „Poesiealbum für den Arbeitsmarkt“ geschaffen, das in mehr als 5.000 Lebensgeschichten zeigt, wie vielfältig Karriere sein kann, und heute monatlich ca. 1,5 Million Menschen erreicht.

UBER: Zwei Produkte für Unternehmen

UBER bietet mit seiner App seit zwei Jahren auch in der Stadt Wien eine Plattform für Mobilität an. Die Fahrten sind dabei direkt am Handy buchbar, werden von professionellen Mietwagenunternehmen durchgeführt und sind komplett versichert, wie Claus Unterkircher betonte. Speziell für Unternehmen bietet UBER zwei maßgeschneiderte Produkte an. Bei „Business Profiles“ kann direkt in der App eine Firmenkreditkarte und die Firmen-Emailadresse hinterlegt werden. Rechnungen zu Business-Fahrten werden so direkt an die richtige Emailadresse zugeschickt.

Mit „Uber4Business“ bietet UBER allen Travel Managern ein eigenes Management-Tool, das in mehr als 400 Städten in 70 Ländern funktioniert. Auf business.uber.com können Firmenfahrten auf Monatsrechnung für das gesamte Unternehmen bezahlt werden. Flexible Berechtigungen je Mitarbeiter – zum Beispiel für Firmenfahrten nur in Paris Montag bis Freitag – erlauben maximale Kostentransparenz.

Avis: Carsharing mit Zipcar auch in Österreich

Klaus Tusche hob neben der Hauptmarke Avis (60% Anteil) und der Leisure-Marke Budget (35%) vor allem „Zipcar“ als größtes Carsharing-Unternehmen der Welt hervor.  Zipcar verfüge als weltweit größter Carsharing-Anbieter über „Tausende von Autos“ in Österreich, Großbritannien, Spanien und Nordamerika und sei auch für Geschäftsreisende im städtischen Bereich sehr gut geeignet. Treibstoff, Versicherungen und 80 Kilometer sind inkludiert.

„Mit der Zipcard als Autoschlüssel kann man sich sein Zipcar innerhalb kürzester Zeit gleich um die Ecke abholen und unter sechs unterschiedlichen Fahrzeug-Modellen wählen. Wenn Zipcar in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie den Wiener Linien, ÖBB oder Verkehrsverbünden genutzt wird, bringt das der Stadt wieder Lebensraum zurück - denn ein Zipcar ersetzt bis zu 15 PKW“, so Tusche.  

AccorHotels: Akteur statt Zuschauer

Die große Herausforderung für AccorHotels als weltweit führender Hotelbetreiber mit 3.800 Hotels in 92 Ländern seien der Umgang mit der Digitalisierung, betont Laurent Picheral und erwähnte hier die neuen alternativen Arten von Unterkünften wie etwa AirBnB. Diese zwingen die Hotellerie umzudenken, sich selbst zu hinterfragen und zu verbessern. Priorität für AccorHotels sei es, „Akteur statt Zuschauer“ zu sein. Daher habe man seit 2014 bereits 225 Mio. EUR in die digitale Entwicklung investiert.

Bahnbrechend sei dabei die Einführung des „Market Place“ auf accorhotels.com mit der Öffnung für unabhängige Hoteliers. Gleichzeitig setze man auf neue Konzepte mit Fokus auf Emotionalisierung, Atmosphäre und Erlebnis: „Der F&B-Bereich ist die beste Antwort des Hotels. Wir müssen dadurch so attraktiv sein, dass der Kunde zu uns kommt wegen dem Ambiente, dem Entertainment und den Mitarbeitern“, so Picheral.

Erste abta-App von aionav und der TU Graz

In seiner Eröffnungsrede nahm Hanno Kirsch Bezug auf die Schlagworte der heutigen Welt: „smart-virtuell-digital“ sei der vorherrschender Trend – und dieser gelte natürlich auch im Geschäftsreisebereich. Die abta habe sich diesen Herausforderungen gestellt: „Wir haben binnen vier Wochen mit Prof. Ulrich Walder von aionav in Kooperation mit der TU Graz eine eigene abta-App gerade rechtzeitig zur Jahrestagung erstellen lassen“, verkündete Kirsch freudig.

Walder hat mit der TU Graz das Startup-Unternehmen Aionav Systems AG zur Entwicklung und Umsetzung von Technologieprodukten gegründet und mit seinem Team spezielle Apps entwickelt, die Kunden auf ihren Reisen begleiten. Sie decken dabei die Zusatzbedürfnisse vor, während und nach der Reise ab.

Im eigenen App-Studio werden Apps als vernetzte digitale Reise- und Eventbegleiter in modernster Form erstellt und und können rasch publiziert werden - zum Beispiel eine App für ein Event. „Der Markt ist zwar fast vollständig in der Hand von Google und Apple, eine App von Aeonav kostet aber nur 10% davon und kann in 10% der Zeit hergestellt werden“, erklärte Walder. 

Dieser (gekürzte) Text wurde tma-online dankenswerterweise von Dr. Elisabeth Zöckl zur Verfügung gestellt. 





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