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Studie: Die häufigsten Gründe für Stress auf Geschäftsreisen

Geschäftsreisen haben viele Vorteile. Es gibt aber auch zahlreiche Stressfaktoren. Laut einer weltweiten Studie des Reiseportals Booking.com empfinden 93% der Befragten ihre internationalen Geschäftsreisen zumindest zeitweise als stressig und anstrengend.

Booking.com befragte im Rahmen der Studie mehr als 4.500 Geschäftsreisende aus acht Ländern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reiselogistik zu den größten Stressfaktoren zählt: die Planung der Reise, das Buchen einer Unterkunft, das Organisieren von Transportmöglichkeiten, die Reisekostenabrechnung und die Herausforderung, sich am Zielort zurecht zu finden.

All dies – zudem oft verbunden mit Schlafmangel – wird als anstrengend und belastend empfunden, bevor die Meetings und die eigentliche Arbeit überhaupt beginnen. Deutsche Geschäftsreisende haben zudem im internationalen Vergleich überdurchschnittlich häufig Bedenken, dass ihr Gepäck, wichtige Dokumente oder Firmengeräte wie Laptop oder Mobiltelefon verloren gehen oder geplante Meetings abgesagt werden.

Ärger am Flughafen

Viele Urlaubsreisende genießen die Zeit am Flughafen, in der sie durch die Duty-free-Shops schlendern oder auf die bevorstehende Reise anstoßen können. Für Geschäftsreisende sind Flughäfen allerdings eine Quelle großer Ärgernisse. Verspätungen und gestrichene Flüge sind am unbeliebtesten: Fast die Hälfte (47%) beschwert sich darüber.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch der Jetlag (35%) unpopulär ist. Lange Schlangen bei der Sicherheitskontrolle sind bei vielen Befragten weltweit unbeliebt (34%). Besonders viele deutsche Geschäftsreisende ärgern sich sehr über das Warten bei der Sicherheitskontrolle (42%).

Am Ziel ankommen, hören die Sorgen nicht auf. Die aktuelle Booking.com-Studie zeigt, dass ein Viertel der Geschäftsreisenden (26%) sich wegen Sprachbarrieren Gedanken macht und einer von fünf (20%) Bedenken wegen der unbekannten Umgebung sowie wegen kultureller Normen und Unterschiede (17%) hat.

Alleine unterwegs

Geschäftsreisen sind spannend, aber ebenso häufig fühlen sich die Reisenden einsam. Viele der Befragten gaben an, dass sie ihre Familien, Freunde und allgemein das Privatleben vermissen (34%). Von den deutschen Geschäftsreisenden finden 39%, dass das Schlimmste an internationalen Geschäftsreisen die Zeit ohne Familie, Freunde oder den Partner ist.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum sich viele Geschäftsreisende – entgegen der Erwartung – gerne eine Unterkunft mit einem Kollegen teilen würden. Ein Drittel (33%) sagt, dass dies dann vorstellbar wäre, wenn man mit dem Kollegen befreundet ist. Mehr als ein Zehntel (12%) der Geschäftsreisenden hat während der Reise weniger als fünf Stunden pro Tag für sich. Im Durchschnitt verbringen Geschäftsreisende 8,9 Stunden am Tag alleine (einschließlich Schlafenszeit), wenn sie international unterwegs sind.

„Geschäftsreisen haben zwar viel Positives, wie beispielsweise die Möglichkeit, neue Umgebungen kennenzulernen, den Horizont zu erweitern und die Chance, Kollegen persönlich zu treffen, doch kann die damit notwendige Organisation und Logistik stören. Schlange-Stehen in Flughäfen, Verspätungen, fremde Unterkünfte und die fehlende Zeit für sich selbst verursachen oft unnötigen Stress“, resümiert Ripsy Bandourian, Leiterin Produktentwicklung für Geschäftsreisende bei Booking.com. (red)





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