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Innovation – eine Wettbewerbsnotwendigkeit

Nationalratsabgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli hielt bei der Tagung einen mitreißenden Vortrag zum Thema „Der Standort Österreich im digitalen Zeitalter“.

|  abta-Präsident Andreas Gruber, Carmen Jeitler-Cincelli und abta-Vorstandsmitglied Sabine Toplak (c) Robert Knotz

Innovation sei der Erfolgsfaktor und sicher DIE Notwendigkeit im heutigen globalen Wettbewerb. „Wenn wir in dieser Zeit des rasanten Umbruchs nicht innovativ sind, bleiben wir zurück. Wir haben als Europa einen gemeinsamen Auftrag und können als kleines Österreich nicht abgeschottet bleiben. Wenn wir weiter wachsen wollen, brauchen wir Kooperationen, um den Standort und damit auch unseren Wohlstand abzusichern“. Asien überhole uns und daher brauche es Einigkeit und ein Bündeln der Kräfte.

So hätte sich im Ranking der höchst bewerteten Unternehmen der Welt seit 2007 enorm viel geändert – heute stünden ganz andere Player an der Spitze, Plattformen wie Google, Amazon und Facebook, diese hätten die früher führenden Unternehmen der Erdölindustrie oder des Finanzwesens verdrängt. Und sogenannte „Unicorns“, junge Unternehmen, die sehr schnell wachsen, sind über die Welt verteilt, wandern aus Europa und auch Österreich ab, weil hier die Kultur fehle, Unternehmertum, Kreativität und Innovation zu fördern.

Mehr Mut gefragt

Laut dem Global Innovation Index liegt Österreich noch immer sehr gut (unter den ersten 15), nur fehle hier der Mut zum Unternehmertum, man traue sich zu wenig zu. „Gegenüber Asien haben wir in Europa zu wenig radikale Innovationen, aber wir könnten nach unseren Werten das digitale Gewissen der Welt sein, unsere Rolle ist daher wichtig. Denn es ist nicht immer alles gut ,was möglich ist.“

Innovation brauche Talente und Talente brauchen Bildung. „Wir brauchen ein innovatives Bildungssystem, denn 30% der heutigen Arbeit wird bis 2030 wegfallen. Zudem leiden 75% der Unternehmen unter starken Fachkräftemangel oder besser gesagt bereits unter Arbeitskräftemangel. Der Bedarf an technologischen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten werde bis 2030 enorm steigen. „Wir müssen lernen, andere Prioritäten zu setzen, das Bildungssystem muss radikal umgedacht werden. Wissen ist heute ja überall verfügbar, Lehrer sollten Coaches sein“, so die Parlamentarierin.

Wirtschaft sei in den Lehrplänen der Schulen so gut wie nicht vorhanden. Um den Fachkräftemangel abzuhelfen, brauche es laut Wirtschaftskammer heute statt einer Dualen (praktischen und theoretischen) Ausbildung bei Lehrlingen eine Triale Berufsbildung, der Ausbildungsteil der Lehre solle daher um digitale Kompetenzen erweitert werden.

Die Glorreichen Sieben (Eigenschaften)

Der Unternehmergeist in Österreich liege unter dem europäischen Durchschnitt bei 6,6% („wir sind kein Gründerland“). Jeitler-Cincelli nennt die für Unternehmertum notwendigen Eigenschaften die „Die Glorreichen Sieben“: Das Allerwichtigste sei Mut, eine Qualität die in Österreich etwas fehle - darunter verstehe sie die Angst, Unangenehmes zu überwinden. Man sollte auch Kinder animieren, sich Herausforderungen zu stellen. Neugier brauche es ebenfalls, um neue Dinge auszuprobieren, sie sei der Motor jeglicher Innovation. Zuversicht – man suche nicht nach Fehlern, sondern nach Lösungen, Resilienz bedeute Aufstehen und Weitermachen. Freiheit: Dass man nicht alles unbedingt so machen müsse wie andere Menschen. Selbstbewusstsein: sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sein, seiner Einzigartigkeit. Achtsamkeit: Wahre Stärke liege darin, seine Schwächen zu akzeptieren.

Sie selbst habe das Motto von Apple Mitbegründer Steve Jobs übernommen: „Stay hungry, stay foolish“ - wir sollten uns auch die Verrücktheiten behalten. EZ





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