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Reiserichtlinien in der Praxis

In vielen Unternehmen schlummert eine Reiserichtlinie in der Lade und vergilbt. Im abta-Workshop im April gelang es Michael Glück, Leiter der Vertriebs- und Organisationsentwicklung bei Business Travel Unlimited, das eigentlich trockene Thema in vielen Facetten anschaulich darzustellen.

Glücks Präsentation basierte auf einer Analyse der Travel Policy von 50 österreichischen Unternehmen. Den knapp 20 Teilnehmern des Workshops, u. ihnen auch Neo-abta-Präsident Andreas Gruber, wurde schnell deutlich, dass trotz aller Bemühungen um sachlich begründete Festlegungen das Thema statusbehaftet und emotional ist. Glück empfahl eine Einbettung in die spezifische Firmenkultur und die Berücksichtigung von Convenience-Aspekten für den Reisenden.

Interessante Beobachtung am Rande: Neue Trendthemen wie „Open Booking" und „Gamification" sind in der österreichischen Business-Welt noch nicht angekommen. Auch die Themen „Zusatzkosten bei Flügen" (ancillaries) und „Economy Plus" werden nur selten von den Reiserichtlinien abgedeckt. Um die neuen Anforderungen besser abzubilden, wird die abta ihren Mitgliedern Mustertexte für einzelne Regelungen innerhalb der Reiserichtlinien zur Verfügung stellen. Wilfried Kropp





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