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Billig Airlines machen Druck

Zu aktuellen Entwicklungen in der Luftfahrt sprach der internationale Experte Kurt Hofmann und brachte frische News von der Air Show in Paris zur Tagung mit.

Der Trend ginge derzeit weg von den Großraumflugzeugen, Airbus habe für 40 Mrd. EUR Aufträge erhalten, aber es seien fast nur kleinere Flugzeuge bestellt worden. Das stärkste Wachstum im Flugverkehr gebe es derzeit in Asien, speziell in Indien wachse die Mittelschicht enorm. Dazu nannte Hofmann ein paar Daten: 2016 flogen weltweit 3,7 Milliarden Passagiere, in den nächsten 20 Jahren rechnet man mit 5 Milliarden. In der EU ist die Auslastung gestiegen und beträgt derzeit 82%.

Hofmann nannte aktuell drei herausfordernde Punkte in der Luftfahrt: Qatar dürfe arabische Länder nicht bedienen, daher herrsche im Mittleren Osten eine gewaltige Kapazität, viel Umleitungsverkehr mit teuren Kosten und das erzeuge auch Druck auf die EU. Ein weiterer Punkt sei der Brexit, so suche z. B. die Billigairline Easyjet derzeit ein zweites Standbein in der EU.

Und als dritter Punkt nennt er Alitalia, mit 3 Mrd. EUR Schulden. Hofmann sieht hier das Problem vor allem bei den Mitarbeitern, denn sie würden sich wie immer darauf verlassen, dass der Staat Geld zuschieße. Ryanair mit einem Marktanteil von bereits 22% in Italien habe angeboten, sämtliche Kurz-und Mittelstrecken von Alitalia zu übernehmen.

Starker Druck

Die Billigfluglinien sind überall im Vormarsch, auch der Flughafen Wien verzeichnete letztes Jahr 2,7 Millionen Passagiere auf Billigfluglinien, ohne Airberlin. Bei Airberlin mit 1,2 Mrd. EUR Schulden sieht Hofmann als einzigen Ausweg die Übernahme der Schulden durch Hauptanteilseigner Etihad. Bei Flyniki herrsche auch große Unsicherheit, sowohl bei Passagieren als auch bei Mitarbeitern. 

Starker Druck komme generell noch immer von den Billigairlines, speziell junge Leute bevorzugen Airlines, die Wifi gratis anbieten (z. B. Norwegian). Aber auch bei den Airlines schreite die Digitalisierung weiter, so investiere z. B. Lufthansa 400 Mio. EUR in diesen Bereich, um neue Kunden zu gewinnen. EZ





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