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BTL: Registrierung für Reisen in Krisengebieten

Das österreichische Außenministerium empfiehlt Geschäftsreisenden in Krisengebieten eine Reise-Registrierung beim Ministerium, um im Notfall rasch Kontakt aufnehmen zu können, wie bei der abta BTL mitgeteilt wurde.

„Ein jederzeit startklares Einsatzteam samt Flieger in Wien haben wir nicht, aber ein initiatives Bereitschaftsteam an Ort und Stelle, wenn es irgendwo brennt", charakterisiert Petra Schneebauer die Tätigkeit ihres Ressorts. Das Bürgerservice im BMEIA veröffentlicht Reiseinfos für Touristen in der Form unverbindlicher Empfehlungen (2015: 4,3 Mio. Zugriffe, 2016: 4,5 Mio.), bietet aber daneben auch eine wirksame Reiseregistrierung.

Geschäfts- und andere Reisende, die ihre Route bekannt geben, werden im Ernstfall in dem betroffenen Gebiet rasch kontaktiert. „Das hilft beiden Seiten sehr", weiß Schneebauer. „Wir empfehlen Firmenreisenden daher, sich auf jeden Fall registrieren zu lassen". Gemeinsam mit den Botschaften werden Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Eine enge Zusammenarbeit mit Verteidigungs- und Innenministerium erleichtert diese Aufgabe. Das rot-weiß-rote Außenministerium spricht sich in Krisensituation mit seinen EU-Partnern ab, doch hat jedes Land, wie die Expertin aufmerksam macht, eigene Reisewarnungen.

Reisewarnungen in 11 Ländern

Österreich hat derzeit für elf Staaten Reisewarnungen ausgesprochen: Es sind dies Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger, Somalia, Südsudan, Syrien und die Zentralafrikanische Republik (bei der sechs Stufen umfassenden Sicherheitsskala bedeutet „Reisewarnung", dass das Land auf Stufe sechs am Ende der Skala eingestuft wird). Da Österreich seine Botschaften in besonders gefährlichen Gebieten, z. B. Libyen, aus Sicherheitsgründen geschlossen hat, kann das BMEIA dort auch keine unmittelbare Hilfe leisten. „Man kann nur versuchen, sich gut zu informieren und gefährliche Situationen zu vermeiden. Die Leute agieren letztlich immer in Eigenverantwortung", appelliert Schneebauer an potenzielle Reisende, nicht nur in Krisengebieten. Hilfreiche Reise-Apps gibt es jetzt auch schon für Smartphones.

Rund um Reisewarnungen kommt es naturgemäß öfters zu Konflikten mit den betroffenen Ländern. „Deren Botschaften beschweren sich häufig bei uns", erzählt die Leiterin des Bürgerservice.

Weniger Probleme gibt es mit den Reisebüros, die bei Reisewarnungen oft kulant reagieren. Auf die Frage, was mit den Daten passiert, wenn man sich registrieren lässt, betont Schneebauer, dass der Umgang damit streng gehandhabt wird. Diese gehen „nach einem ausgeklügelten technischen System" direkt an die Botschaften und werden dort getrennt von den touristischen Daten gespeichert.

Infos über Hilfeleistungen und Schutzmaßnahmen unter www.bmeia.gv.at

EZ





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