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Zwischen Komfort und KI: So ticken Gen Z und Babyboomer auf Geschäftsreise

41% der Gen Z gönnen sich auch mal ein Zimmerupgrade auf eigene Kosten, während 42% der Babyboomer noch nach dem besten Hotelangebot suchen. Der siebente Global Business Travel Survey von SAP Concur verrät, wie die jüngste und älteste Generation am Arbeitsmarkt auf Geschäftsreisen ticken.

|  Foto: Mohamed Hassan via pixabay

„Unsere Studie zeigt: Die Gen Z reist anders als Babyboomer und das ist keine Belastung, sondern eine echte Chance“, sagt Michael Schmitz, Head of SAP Concur Germany: „Wo persönliche Präferenzen auf betriebliche Anforderungen treffen, wird es für Unternehmen entscheidend, die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden zu verstehen. Wer sie berücksichtigt, schafft effizientere Prozesse und profitiert von zufriedeneren Teams.“

Babyboomer reisen sparsam

Junge Reisende schätzen Komfort auf Geschäftsreisen. Upgrades gönnen sie sich hier eher als privat - sowohl auf Firmenkosten als auch aus eigener Tasche. Babyboomer verzichten hingegen auf teure Extras und sehen Geschäftsreisen als Mittel zum Zweck. Unterwegs wählen sie zum Beispiel günstigere Mahlzeiten, um von der Verpflegungspauschale zu profitieren (30%). Bei der Gen Z landen wiederum kleine Annehmlichkeiten wie Hotelkosmetik oder Konferenzgeschenke häufiger im Koffer (28%) als bei den Babyboomern (13%).

Bei der Technologieaffinität zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen: 95% der Gen Z sind offen für KI-gestützte Tools bei der Reiseplanung, bei den Babyboomern sind es nur 65%. Fast ein Viertel der älteren Generation (22%) gibt sogar an, sich im Umgang mit KI nicht sicher fühlen zu können. Während junge Reisende weniger Berührungsängste mit modernen Buchungstools haben, schätzen ältere Arbeitnehmende den persönlichen Service eines Reisebüros oder wählen Unterkünfte sowie Transportmittel lieber selbst aus.

Geschäftsreisen werden hinterfragt

Zwei von drei Reisenden aus der Generation Z (64%) haben Sicherheitsbedenken beim Fliegen, bei Babyboomern jeder Zweite (52%). Ein Drittel der jungen Reisenden (30%) ist zudem bereit, selbst für ein nachhaltigeres Transportmittel wie den Zug zu zahlen. Ältere Arbeitnehmer wählen ihre Verkehrsmittel noch eher nach Verfügbarkeit.

Die Gen Z stellt sich auch häufiger die Frage, ob eine Reise überhaupt vertretbar ist: 95% würden eine Geschäftsreise unter bestimmten Bedingungen ablehnen, bei den Babyboomern sind es 75%. Dazu zählen gesundheitliche Aspekte (39% Gen Z vs. 33% Babyboomer), Umweltbedenken (25% vs. 10%) oder Vorbehalte gegenüber der Politik und Kultur des Ziellandes (27% vs. 15%). Babyboomer nennen vor allem Sicherheits- und soziale Risiken in bestimmten Regionen als Hauptgrund (42%).

Gen Z hadert mit Reisehäufigkeit

Jeweils 98% beider Generationen sind bereit, geschäftlich zu verreisen. Bei der Häufigkeit gehen die Ansichten jedoch auseinander. 58% der Gen Z sind damit unzufrieden: 34% reisen zu viel, 24% zu wenig. Junge Reisende schätzen die Chancen von Geschäftsreisen, wollen aber auch einen geregelten Alltag. Das richtige Maß ist entscheidend.

Babyboomer hinterfragen die Häufigkeit seltener. Sie sehen Geschäftsreisen als berufliche Routine an. Nur 27% sind unzufrieden - verglichen mit dem generationenübergreifenden Durchschnitt von 49%. „Flexible Richtlinien und digitale Tools unterstützen Unternehmen dabei, die individuellen Bedürfnisse verschiedener Generationen abzubilden. Sie schaffen die Brücke zwischen betrieblicher Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit“, sagt Michael Schmitz.

Die SAP-Concur-Studie wurde von Wakefield Research unter 3.750 Geschäftsreisenden in 24 Märkten weltweit durchgeführt: USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg, Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Italien, Spanien, Portugal, Australien, Neuseeland, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Japan, Korea, Indien, Mexiko, Brasilien, Singapur, Malaysia und Südafrika. (red)





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