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CWT beantragt Gläubigerschutz nach Chapter 11 in den USA

Der hoch verschuldete Geschäftsreisen-Spezialist CWT will Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beantragen. Laut US-Medien ist dieser Schritt die Voraussetzung für eine komplexe Refinanzierung in der Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar.

|  Foto: shutterstock / BCD Travel

Chapter 11 ist eine Form des Konkurses im amerikanischen Insolvenrecht, die rechtliche Schritte der Gläubiger gegen das zahlungsunfähige Unternehmen verhindert. Dieses erhält damit genügend Zeit, um Schulden und Vermögenswerte neu zu ordnen, und kann zudem den normalen Betrieb fortsetzen.

Die Liquidation nach Chapter 7 kann somit verhindert werden. Zuletzt hatte Hertz im Mai 2020 diesen Weg gewählt. Im Juni 2021 war die finanzielle Umstrukturierung beendet und der Autovermieter gerettet. Auch die südamerikanischen Fluggesellschaften LATAM und AeroMexico haben sich als Folge der Pandemie bereits unter den Schutz von Chapter 11 gestellt.

50 Prozent der Schulden werden abgebaut

CWT arbeitet indes intensiv an einer neuen Finanz- und Eigentümerstruktur. Dabei sollen Schulden in Eigenanteile umgewandelt werden. Die Eigentümer-Familie Carlsen verliert damit zwar ihre Mehrheitsanteile am Unternehmen, kann es aber auf diese Weise retten.

Wie der Geschäftsreiseanbieter mitteilt, werden es die Restrukturierungsvereinbarungen mit den Gläubigern ermöglichen, Schulden in der Höhe von 900 Millionen US-Dollar abzubauen. Das würde rund 50 Prozent der Verbindlichkeiten entsprechen.

„Ein grundlegend stärkeres Unternehmen“

Die finanziellen Stakeholder des Unternehmens hätten sich zudem verpflichtet, CWT mit „langfristiger Liquidität“ zu unterstützen und sicherzustellen, dass „alle Geschäftspartner und andere Anbieter von Waren und Dienstleistungen vollständig bezahlt werden“.

Laut CEO Michelle McKinney Frymire wird diese Strategie „erhebliche finanzielle Ressourcen für das weitere Wachstum und die Weiterentwicklung des Geschäfts von CWT bereitstellen“ und die Finanzposition erheblich verbessern. Man freue sich bereits darauf, „als grundlegend stärkeres Unternehmen“ aus der Krise hervorzugehen. (red)





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