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Lufthansa-Vorstand erwartet einen "langen, kalten Winter"

Die Lufthansa Group hat nach Einschätzung ihres Chefs die Corona-Krise noch lange nicht überwunden: Wir bereiten uns darauf vor, dass das noch mal ein langer, kalter Winter wird für uns als Airline, sagt Carsten Spohr.

|  Carsten Spohr (c) Lufthansa

Die Luftfahrt sei von der Pandemie schneller und härter getroffen worden als andere Branchen - und sie werde auch länger bis zur Erholung brauchen, betont der Vorstandschef. Die selbst gesteckten Ziele für das laufende Jahr sieht er zwar nicht in Gefahr, zeigt sich aber deutlich pessimistischer als zuletzt, was die Öffnung wichtiger Fernreisemärkte betrifft.

Keine Prognosen mehr

Für den so wichtigen Nordamerika-Markt traue er sich aktuell keine Prognose mehr zu, sagt Spohr. Noch zur Vorstellung der Halbjahreszahlen hatte er Ende September als "konservativ geschätzten Termin" genannt, zu dem geimpfte Europäer wieder in die USA einreisen könnten. China werde voraussichtlich nicht vor dem zweiten Quartal 2022 aufmachen, schätzt er nun.

Aktuell fliegt die Lufthansa Group wieder zu 280 Destinationen - rund 300 waren es vor der Corona-Krise. Die Flugzeuge von Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines fliegen zudem seltener und sind in der Regel auch schwächer ausgelastet. Für das laufende Jahr bleibt das Ziel von 40% Kapazität dennoch erreichbar, so Spohr.

Gewinn im Frachtgeschäft

Ein Lichtblick bleibt auch weiterhin Lufthansa Cargo, das im laufenden Geschäftsjahr mindestens eine Milliarde Euro operativen Gewinn einfliegen wird. Schon 2020 hatte die Frachtsparte mit einem Rekordgewinn von 772 Millionen Euro die Verluste der Passagiergesellschaften gelindert.

Die Rettung und Stabilisierung der Lufthansa Group werde "hoffentlich in hohem Maße im nächsten Sommer abgehakt" sein, sagt Carsten Spohr. Er sei jetzt auch sicher, dass der Konzern nach der Krise noch mehr als 100.000 Beschäftigte haben werde. "Es sind genug Vorausbuchungen da." (apa/red) 





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