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Geschäftsreisende haben keine Freude an virtuellen Meetings

Viele Geschäftsreisende halten die virtuelle Zusammenarbeit als primäre Meeting-Methode auf lange Sicht für bedenklich. Außerdem haben sie mehr denn je den Wunsch, selbst zu entscheiden, wann gereist wird, wie eine aktuelle Umfrage von BCD Travel unter 738 Geschäftsreisenden weltweit ergab.

|  Foto: Andrey Burmakin / shutterstock.com

Auch wenn virtuelle Meetings und Telearbeit aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken sind, bleiben Geschäftsreisen und persönliche Treffen extrem wichtig: 76% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass Geschäftsreisen ihnen helfen, ihre Arbeit effizient zu erledigen.

Wenn die Pandemie abgeklungen ist, wünschen sich daher auch 60%, in gleichem Maße unterwegs zu sein wie vor der Pandemie. 26% ziehen es vor, weniger zu reisen, und 9% wollen sogar mehr unterwegs sein.

Geschäftsreisende wollen mehr selbst entscheiden

Mit Blick auf die Firmenreiserichtlinie ist für die Geschäftsreisenden nach dem Abklingen der Pandemie vor allem wichtig, dass sie selbst darüber entscheiden können, ob sie auf Reisen gehen oder nicht (64%). Darüber hinaus wünschen sie sich einfachere Genehmigungsprozesse (58%) und mehr Direktflüge (53%).

74% nennen persönliche Kundentermine als wichtigsten Grund für Geschäftsreisen - gefolgt von Teambuilding, Sales Meetings und Treffen mit Lieferanten und anderen Geschäftspartnern. Die größten Hindernisse bei Geschäftsreisen sind laut der BCD-Umfrage vor allem die Quarantänebestimmungen bei der Ankunft, plötzliche Lockdowns und die sich ständig verändernden Reisebestimmungen.

Die Schwachstellen der virtuellen Meetings

Die Geschäftsreisenden sind sich zwar einig, dass Telearbeit und virtuelle Meetings zum Alltag gehören. Allerdings würden diese Methoden eindeutig den Aufbau von Beziehungen erschweren.

Die größten Schwachstellen virtueller Meetings sind ihrer Meinung nach der fehlende menschliche Kontakt (66%), die begrenzten Interaktionsmöglichkeiten (58%), die leichte Ablenkung (54%), die Untauglichkeit für bestimmte Meetingformen (51%), "Zoom-Fatigue" und technische Probleme (49%).

Unternehmen brauchen neue Fähigkeiten

„Face-to-Face-Meetings sind nicht nur ein entscheidender Faktor für das Erreichen von Unternehmenszielen. Aus Unternehmenssicht sind sie auch deshalb notwendig, da sie für ein effizientes Arbeiten und zwischenmenschliche Kontakte sorgen“, resümiert Mike Janssen, Global Chief Operating Officer und Chief Commercial Officer bei BCD Travel.

Während in einigen Teilen der Welt die Pandemie langsam zurückgehe, wären andere Regionen weiterhin auf virtuelle Meetings angewiesen, betont Scott Graf, Global President bei BCD Meetings & Events. 

„Veranstaltungsplaner und -manager müssen sich daher neue Fähigkeiten aneignen, um die Schwächen virtueller Meetings - wie etwa die fehlende Interaktion - ausgleichen zu können. In diesem herausfordernden Umfeld können Schulungen oder ausgelagerter Support helfen, Methodiken zu entwickeln, die geeignet sind, sowohl die Konzentration als auch Motivation von Mitarbeitern hochzuhalten“, so Graf.

Weitere Highlights der BCD-Umfrage

Die an der Umfrage teilnehmenden Geschäftsreisenden wurden unter anderem auch zum Thema „Zukunft der Arbeit“ befragt. 57% sind demnach in Telearbeit tätig. Vor der Pandemie waren es nur 24%. Für die Zukunft bevorzugen 71% eine Mischung aus Tele- und Büroarbeit, 20% Telearbeit in Vollzeit und nur 6% eine Vollzeitbeschäftigung im Büro.

Auf die Frage nach „Bleisure“ gaben 49% an, dass sie sich vorstellen könnten, eine Geschäftsreise um ein paar Tage Freizeit zu verlängern. 38% würden gern in Begleitung eines Partners oder Freundes geschäftlich reisen. 33% können sich vorstellen, ihren Aufenthalt zu verlängern und am Zielort eine Telearbeit aufzunehmen, und 32% würden erwägen, eine Geschäftsreise mit einem ein- bis zweiwöchigen Urlaub zu verbinden. (red)





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