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„Individuell und smart“: Der neue Trend bei Geschäftsreisen

„Smarte und individuelle Lösungen“ - vom Airport über Mietwagen bis zur Hotellerie - standen im Mittelpunkt der jüngsten abta Business Travel Lounge, die dem Motto „Entspanntes Reisen leicht gemacht“ gewidmet war.

Andreas Gruber, Roman Brauner, Caroline Mitterdorfer, Michael Zach und Wolfgang Huber (c) abta
Andreas Gruber, Roman Brauner, Caroline Mitterdorfer, Michael Zach und Wolfgang Huber (c) abta Andreas Gruber, Roman Brauner, Caroline Mitterdorfer, Michael Zach und Wolfgang Huber (c) abta

Tagungsort war diesmal der General Aviation Terminal des Wiener Flughafens, wo abta-Präsident Andreas Gruber und Michael Zach, Geschäftsführer der Vienna Aircraft Handling, zahlreiche interessierte Teilnehmer begrüßen konnten. Die Idee des „smarten business“ zog sich wie ein roter Faden durch die von Roman Brauner moderierten Referate.

Wolfgang Huber, General Manager der Avis Budget Group in Österreich und der Schweiz, berichtete über „Connected Cars und deren Bedeutung für Mobilität und Geschäftsreisen“. Im Anschluss erzählte Caroline Mitterdorfer, Global Head of Hotel Sales des Startups conichi, wie Smart Hotels dazu beitragen, Geschäftsreisen neu zu definieren. Ein Rundgang durch den VIP-Terminal und das beliebte Networking der Geschäftsreise-Experten rundeten den Abend ab.

VIP-Terminal: Reisen wie ein Staatsgast

Wie Michael Zach einleitend feststellte, ist der Service am VIP-Terminal nur 7% der Passagiere bekannt. Man habe daher damit begonnen, ihn breiter zu vermarkten. Denn Umfragen zufolge ist ein VIP-Service für 83% der Passagiere durchaus interessant bzw. sehr interessant. Es sei nun, so Zach, die Herausforderung, seine Vorteile weithin populär zu machen. 

Helfen sollen Slogans wie „Reisen wie ein Staatsgast“ oder „In 80 Schritten von zuhause bis zum Flugfeld“. Dabei wird betont, dass auch „Nicht-VIPs“ einen entsprechenden Service jederzeit buchen können. Angeboten wird er in drei unterschiedlichen Leistungspaketen (Silber, Gold und Platin), wobei Packages ab 280 Euro pro Person (und ab 130 Euro für jede weitere Person) zu haben sind.

Connected Cars gehört die Zukunft

Für den weltweit präsenten Autovermieter Avis (30.000 Mitarbeiter, 1.500 Locations in Nordamerika und 2.160 Locations allein in Europa) sind „Connected Cars“ eine realistische Zukunftsvision, die das Reiseverhalten generell und Geschäftsreisen im Besonderen stark beeinflussen wird. Den Einfluss auf unser zukünftiges Leben machte Wolfgang Huber mit Sicherheit, Wellbeing, Fahrzeugmanagement, Mobilitätsmanagement, Home Integration (Fernsteuerung von Geräten) und autonomes Fahren fest.

Allerdings gibt es gerade in diesen Bereichen noch große Wissenslücken, räumte der „Car rental“-Experte ein. Erst 54% der Österreicher wissen, was der Begriff „Connected Cars“ bedeutet. 69% wissen immerhin, was ein „autonomes Fahrzeug“ ist. Generell betonen alle Befragten, man müsse vorsichtig sein, was mit den Daten geschieht.

Trend zu nutzungsorientierter Mobilität

Geschäftsreisen, die immer noch zu 34% mit dem Auto erfolgen, sind zu einer komplexen Angelegenheit geworden. Der Trend, so Huber, gehe in Richtung nutzungsorientierter Mobilität: „Für Mobilität will ich nur dann zahlen, wenn ich sie tatsächlich benütze“. Es bestehe der Wunsch nach einfachen, digitalen Lösungen - weg vom Besitz, hin zu alternativer Mobilität.

Die Avis Budget Group hat derzeit 6.000 Connected Cars im Einsatz, in Kürze soll sich die Zahl auf 11.000 erhöhen. Das Ziel ist, bis 2020 international eine komplett vernetzte Flotte anzubieten. „Unsere Vision: vernetzt, integriert, autonom und shared“, bringt es Wolfgang Huber auf den Punkt. „Damit befolgen wir einen Weg, den über kurz oder lang alle Autoverleih-Anbieter beschreiten werden“.

Smartes Hotel dank Echtzeitdaten

Nach dem vernetzten Fliegen und Fahren will der Geschäftsreisende künftig auch „smart und digitalisiert“ im Hotel übernachten. „Ein Flug läuft schon recht smart, auch Mietautos werden immer smarter. In den Hotels fehlt es aber vielfach noch an Verständnis für Echtzeitdaten und wie mit ihnen zu arbeiten ist“, monierte Caroline Mitterdorfer.

20% der Hotelgäste zahlen beispielsweise eine falsche Rate - und 90% aller Betrügereien mit Kreditkarten würden in der Hotellerie passieren. Angesichts dieser Problematik gehe es jetzt darum, die Transparenz zu erhöhen und die Kriminalität zu reduzieren. Deshalb habe man zur Lösung des Smart Hotels gefunden. Ein smartes Hotel, erklärte die Referentin den abta-Mitgliedern, biete eine korrekte Rate, totale Sicherheit und simplifizierte Arbeitsabläufe.

Eine App sei nicht notwendig - man arbeite online wie beim Check-in bei einer Airline. Das junge, aus einem Team von 15 Personen bestehende Startup „conichi“ ist Partner von Hotelketten und individuellen Hotels. „Unsere Partner müssen nicht viel tun, nur das Programm aktivieren“, beschreibt die für den Vertrieb zuständige Caroline Mitterdorfer die Vorteile eines „Smart Hotels“. (Dr. Elisabeth Zöckl)





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