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Trotz höherer Kosten: Hotels werden weiter kurzfristig storniert

Ein Jahr, nachdem einige große Hotelketten schärfere Stornobedingungen eingeführt haben, zeigt sich in einer HRS-Analyse, dass sich bei den Reisenden aus den globalen Konzernen nahezu nichts verändert hat.

Foto: Michelangelus / istockphoto
Foto: Michelangelus / istockphoto

Die relative Anzahl an Stornierungen ist laut der Analyse, für die HRS das Buchungsverhalten seiner größten Unternehmenskunden weltweit untersucht hat, sogar marginal um 0,9% gestiegen - obwohl die damit zusammenhängenden Mehrkosten für die Unternehmen beachtlich sind: Die verschärften Bedingungen führen zu höheren Hotelkosten von durchschnittlich 3,8%.

Für Geschäftsreisende ist Flexibilität aber auch eines der wichtigsten Kriterien, da sich im Business-Alltag die Termine kurzfristig verschieben können. Beim strategischen Hoteleinkauf versuchen die Unternehmen daher in der aktuellen Verhandlungsrunde für 2019, zusätzliche Kosten durch flexible Buchungskonditionen zu minimieren.

Im August 2017 prognostizierte HRS Mehrkosten in Millionenhöhe, wenn die Hotelketten künftig keine kostenfreien Stornierungen bis 48 Stunden vor der Anreise mehr anbieten. In einer Umfrage unter rund 100 Travel Managern aus Konzernen gab damals ein Drittel an, entsprechende Sonderkonditionen aushandeln zu wollen, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden.

Drastisches Wachstum bei Zusatzgebühren

Von einem weiteren Trend in der Hotellerie berichtet die New York Times: Laut einer Studie der New York University School of Professional Studies sei der Anteil der Hotels, die in städtischen Gebieten eine sogenannte „Resort Fee“ von 20 bis 40 US-Dollar pro Nacht verlangen, von 2 auf 8 Prozent gestiegen. Diese Gebühren sollen der Hotellerie allein 2018 zusätzliche Einnahmen von 110 Millionen US-Dollar generieren.

Dabei stammt ein Großteil von Geschäftsreisenden, die typischerweise Hotels in zentraler Stadtlage buchen. Insgesamt stelle die NYU-Studie ein drastisches Wachstum von Zusatzgebühren in US-amerikanischen Hotels fest. Ob und wie sich dieser Trend auf andere Regionen in der Welt ausweiten wird, bleibt abzuwarten.

„In der aktuellen Sourcing Saison stellen wir fest, dass flexible Stornobedingungen und die Vermeidung zusätzlicher Gebühren Muss-Kriterien der Travel Manager und Einkäufer sind. Allein strengere Stornierungsbedingungen heben die Kosten der Hotelprogramme im Schnitt um bis zu 4% an, was flexible Konditionen noch relevanter macht“, sagt Marco D'Ilario, Vice President Sourcing Solutions bei HRS. (red)





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